Nachrichten

Beim Treffen des „Europäischen Netzwerks der Kulturzentren Sankt Martin“ im niederländischen Utrecht ist die Martinusgemeinschaft Eisenstadt als neues Mitglied aufgenommen worden. Die deutsche Delegation hatte die Bewerbung von Eisenstadt im Vorfeld unterstützt, sind doch die Österreicher auch bei der europäischen Mittelroute des Martinusweges mit dabei.

Die Partner im Netzwerk „Réseau Européen des Centres Culturels Saint Martin“ haben sich zum Ziel gesetzt, den vom Europarat anerkannten Martinusweg „via sancti martini“ als Kultur- und Pilgerweg zu fördern und im Geiste des heiligen Martin von Tours zu beleben. Direktor Antoine Selosse zeigte sich sehr erfreut, dass durch die Martinusgemeinschaft Eisenstadt nun auch ein so wichtiges Land wie Österreich vertreten sei.

Neben Deutschland und Österreich waren Frankreich, Ungarn, Belgien, Luxembourg, Italien, Slowenien, die Slowakei und die gastgebenden Niederlande in Utrecht vertreten. Beim Kongress wurde die Satzung geändert, so dass nun auch Städte beratende Mitglieder im europäischen Netzwerk werden können. Der Aufbau einer neuen gemeinsamen Homepage mit Darstellung aller Wege und Länder wurde beschlossen. Inhaltlich stand das Treffen im Gedenken an das Ende des ersten Weltkrieges, welcher am Martinstag 1918 mit dem Waffenstillstand von Compiègne beendet wurde.

So beschäftigten sich die im Geiste des heiligen Martin aus den damals verfeindeten Ländern zusammengekommenen Teilnehmer im Haus Doorn, der Exilresidenz des ehemaligen deutschen Kaiser Wilhelm II., mit den Ursachen und den Auswirkungen des Krieges und konnten dann an verschiedenen Stationen in einem ehemaligen Atomschutzbunker selbst erfahren, wie Friedensarbeit heute gelingen kann. Eine Stadtführung durch Utrecht, eine kurze Pilgerwanderung am Martinusweg und ein Choral im Martinsdom von Utrecht rundeten das Programm ab. Den Schlusspunkt setzte ein Bericht mit kurzer Filmvorführung des Künstlers und Liedermachers Tjerk Ridder, der mit seinem Esel Lodewijk von Tours in Frankreich bis nach Utrecht gepilgert ist und Friedensbotschaften an die jeweiligen Bürgermeister der beiden Martins-Städte überbrachte.

Archiv