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Rottenburg. 24. November 2017. Prälat Werner Redies (82), früherer Generalvikar der Diözese Rottenburg-Stuttgart, hat von Bischof Gebhard Fürst die Martinusmedaille in Silber erhalten. Der Bischof würdigte damit die Verdienste des Prälaten um die württembergische Diözese, insbesondere um den Martinusweg zwischen dem ungarischen Szombathely und dem französischen Tours.

Zuletzt hatte Redies Aufsehen erregt, indem er im Alter von über 80 Jahren mit Freunden auf 2.500 Kilometer den Martinusweg zwischen Szombathely, Geburtsort des Patrons der württembergischen Diözese, und Tours, Sterbeort des Heiligen, erwanderte und eine neu ausgelegte Mittelroute des europäischen Martinuswegs digital kartografierte. Von ihrem Anfang bis zu diesem Herbst fungierte Redies als geistlicher Begleiter der 2012 gegründeten Martinusgemeinschaft der Diözese.

„Heute können wir Werner Redies als Geburtshelfer der neuen Mittelroute des Martinuswegs bezeichnen“, würdigte der Bischof seinen früheren Generalvikar. Der Prälat habe sich auf das Pilgern eingelassen und sei damit selbst zur „Pilger-Existenz“ geworden. Durch Redies‘ Engagement hätten „viele Gläubige mitten in einem politisch und gesellschaftlich aufgerüttelten Europa ein sie verbindendes Symbol“.

Verdient machte sich Redies, der insgesamt 19 Jahre der Diözesanleitung angehört hatte, auch um die Neuordnung der Diözesanverwaltung und die Durchsetzung von Sparmaßnahmen im Diözesanhaushalt Anfang des Jahrhunderts. Nach seinem Ausscheiden als Generalvikar, der er von  1993 bis 2004 war, engagierte sich der im Ruhestand in Ellwangen lebende Prälat noch bis 2010 als Domkapitular für das Stiftungswesen in der Diözese. Der in Stuttgart aufgewachsene Geistliche war nach Priesterweihe und Vikarszeit 18 Jahre Leiter von Studienheimen und Konvikten. 1985 ernannte ihn Bischof Georg Moser zum Domkapitular und Referenten für die Jugend- und die Medienarbeit. Papst Johannes Paul II. verlieh ihm ein Jahr später den Titel Monsignore, 1993 den des Prälaten.

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