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Rottenburg/Reutlingen. 14. Juni 2014. Ökumenische Akzente setzt Bischof Gebhard Fürst am Wochenende auf dem Martinusweg in und um Reutlingen. Los geht es am Freitag zur zweitägigen Pilgerwanderung um 9 Uhr mit Pilgersegen in der Galluskirche Bichishausen. Von dort geht es über mehrere Stationen, darunter die evangelische Martinskirche in Hundersingen, ins ehemalige Kloster Offenhausen, wo der erste Pilgertag mit dem Abendsegen endet. Am Samstag starten die Pilger um 8:30 Uhr in St. Martin Großengstingen und kommen nach Stationen bei Schloss Lichtenstein und Nebelhöhle nach Pfullingen, wo sie mit dem Bischof in der evangelischen Martinskirche einen Schlussgottesdienst feiern.

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart richtete den Martinusweg, der seit vier Jahren auf 1.200 Kilometern Martinskirchen und weitere Martinsorte vernetzt, als Zeichen der Verbundenheit und Erinnerung an den barmherzigen Heiligen ein. Mantelteilung sehe heute oft anders aus als zu Zeiten des heiligen Martin, betont Bischof Fürst. Sie zeige sich, wenn Christen sich Vereinsamten, Gescheiterten, Alten, Kranken oder Behinderten zuwenden. Ein Heiliger wie Martin habe in der Spur Jesu vorgelebt, „wie Christsein in der Praxis geschehen kann“.

Der Europarat nahm den Martinusweg 2005 in die Liste der Kulturwege auf. Die „Via Sancti Martini“ verbindet den Geburtsort des heiligen Martin, Szombathely in Ungarn, mit seiner Grablege in Tours in Frankreich. Bischof Fürst griff diese Idee für die Diözese Rottenburg-Stuttgart auf. Entstanden sind ein Hauptweg und vier Nebenwege.

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