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Der indische Jesuit Professor Francis X. D’Sa ist am 1. Dezember anlässlich seines 80. Geburtstags von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen für sein Lebenswerk mit der theologischen Ehrendoktorwürde ausgezeichnet worden.

Der Theologe und Religionswissenschaftler Francis X. D’Sa, der im indischen Pune und in Salzburg studierte, gilt als international anerkannter Pionier des interreligiösen und interkulturellen Dialogs. In Pune gründete er 1973 das Institute for the Study of Religion, dessen Ehrendirektor er heute ist. Im deutschsprachigen Raum nahm D’Sa Gastprofessuren in Salzburg, Würzburg und Frankfurt am Main wahr. Ebenso wie an anderen Universitäten hielt er auch an der Tübinger Fakultät immer wieder Gastvorlesungen.

In einem persönlichen Grußwort anlässlich der Ehrenpromotion würdigte Bischof Gebhard Fürst D’Sa für seinen „lebenslangen, aus der Haltung des Verstehens entspringenden Dienst an einem umfassenden Schalom“. Er stehe in der legitimen Nachfolge des Zweiten Vatikanischen Konzils und seiner Erklärungen über die Religionsfreiheit und das Verhältnis der katholischen Kirche zu den nichtchristlichen Religionen. Dies sei heute angesichts weltweiter Polarisierung und Verweigerung von Solidarität dringender denn je, so der Bischof.

Die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart ehrte Francis D’Sa mit einem Symposion zum „Beitrag der Religionen zum Frieden“ Ende November. Gemeinsam mit D’SA wurde auch der in Kanada lebende, aus Deutschland stammende Theologe und Ordenspriester Gregory Baum (93) von der Tübinger Fakultät in Abwesenheit honoris causa promoviert.

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart / Markus Waggershauser

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