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Bestehende Familienangebote in den Dekanaten Ludwigsburg und Mühlacker vernetzen sowie neue Ideen umzusetzen, um Familien zu unterstützen und sie zu begleiten. Darin bestand die Aufgabe von Hildegard Schnetz-Frangen in den letzten drei Jahren. Die Gemeindereferentin und Gemeindeberaterin zieht eine positive Bilanz.

Hildegard Schnetz-Frangen motivierte im Rahmen des Projekts "Bewegende Momente" ältere Menschen, prägende Situationen in ihrem Leben aufzuschreiben und an ihre Familie weiterzugeben. Die ursprünglich von den Caritas-Konferenzen Deutschlands entwickelte Idee fand so viel Anklang, dass die Geschichten einen eigenen Internet-Blog füllen. Im inklusiven Familiencafé "Wunderbar" treffen sich an jedem zweiten Samstag im Monat Familien in verschiedenen Zusammensetzungen. Auch Menschen mit Handicap, freiwillig Zugezogene oder aus ihrer Heimat Geflüchtete finden hier zwanglose Kontaktmöglichkeiten.

"Ich versuche Strukturen zu schaffen, in denen die Menschen ihre Gaben einbringen und verwirklichen können" beschreibt Hildegard Schnetz-Frangen ihren Ansatz. Die Bischof-Moser-Stiftung unterstützte die Dekanate mit 19.500 Euro für die Projektstelle, die die Familienarbeit stärker ins Zentrum rücken sollte. Die Initiative geht auf die römische Bischofssynode und das päpstliche Schreiben "Amoris Laetitia" zurück. "Familien erleben durch die Stelle Familienpastoral Kirche wohlwollend und an den Interessen des jeweiligen Menschen ausgerichtet," lobte Stiftungsvorstand Gerhard Rauscher.

Die Projektphase begann im September 2014 und endet in den kommenden Tagen. Im Abschlussbericht stellt Hildegard Schnetz-Frangen ihre Initiativen und die Vernetzung bereits existierender Angebote vor und reflektiert deren Wichtigkeit im Zusammenhang mit dem Auftrag der Kirche in der Gesellschaft. Bis ihre Stelle offiziell als familienpastorale Einrichtung des Dekanats Ludwigsburg weitergeführt werden kann, trägt die Diözese die Personalkosten.

Gerhard Rauscher / Markus Waggershauser

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