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Rottenburg/Stuttgart. 30. November 2017. Kirchliche Seelsorge von hoher Qualität hat der Rottenburger Weihbischof Matthäus Karrer als Selbstverpflichtung für die Diözese Rottenburg-Stuttgart benannt. Bei der in diesem Jahr in Stuttgart stattfindenden Bundeskonferenz Katholische Krankenhausseelsorge betonte Karrer am Donnerstag, die Diözese als Dienstgeber müsse eine Kultur der Seelsorge in Gemeinden und Einrichtungen schaffen und erhalten, in der qualitativ gute Arbeit möglich sei. Er sicherte zu, dass der Bestand von 115 theologisch und pastoral ausgebildeten Seelsorgerinnen und Seelsorgern auf insgesamt 80 Vollzeitstellen gesichert sei.

Karrer verwies bei der Konferenz auf eine stabile ökumenische Zusammenarbeit. Bereits 2004 hätten katholische und evangelische Kirche in Württemberg sich auf gemeinsame Qualitätsstandards für die Seelsorge im Krankenhaus verständigt und im vergangenen Jahr eine Rahmenvereinbarung geschlossen. So zeigten sich laut Karrer beide Kirchen einig darin, dass ihre Seelsorge sich an das pflegende Personal ebenso wie an die Patienten und deren Angehörige richte. Dabei gehe es darum, die Seelsorgeteams mit anderen Berufsgruppen in den Einrichtungen zu vernetzen und die jeweilige kulturelle, religiöse und konfessionelle Prägung der Menschen zu schätzen.
Veranstalter der Tagung in Stuttgart waren der Katholische Krankenhausverband Deutschlands (KKVD) und die Deutsche Bischofskonferenz (DBK). Er vertritt nach eigenen Angaben etwa 435 Kliniken in katholischer Trägerschaft mit 98.000 Betten und rund 165.000 Beschäftigten.

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