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Leitbilder seien Ideale, die Wert- und Verhaltensorientierung geben, so Fürst. Im Grundgesetz und in der Landesverfassung seien das Rechtsinstitut der Ehe als auf Dauer angelegte Gemeinschaft von Mann und Frau und die Familie als Keimzelle gesellschaftlichen Lebens besonders geschützt. Auch wenn es heute unterschiedliche Lebensformen gebe und Kinder nicht nur in der Gemeinschaft ihrer Eltern aufwachsen, so sei doch die Ehe mit Vater und Mutter als Bezugspersonen "die beste Voraussetzung zur positiven Entwicklung der Kinder". Von diesem Ideal abweichende Lebensformen in gleicher Weise "als Leitbilder zu propagieren, löst im Ergebnis das bisherige Leitbild auf", betonte der Bischof.

 

Fürst verwies darauf, dass von homosexuellen Lobbyisten ein umfassender Paradigmenwechsel angestrebt wird. Zunehmend werde versucht, die von der normalen verschiedengeschlechtlichen Orientierung abweichende Homosexualität als eine "Spielart des Normalen" darzustellen. Sie als Abweichung von der Norm zu bezeichnen, werde "schon als ausgrenzend und diskriminierend verurteilt". Auch in den Schulen soll dem Bischof zufolge Homosexualität immer mehr als gleichberechtigte Lebensform neben anderen vermittelt werden. "Da die Weitergabe des Lebens an die stabile Gemeinschaft von Mann und Frau gebunden ist, kann es nicht das Interesse des Staates und der Allgemeinheit sein, dass das bisher gültige Leitbild aufgelöst wird."

 

Nach den Worten des Bischofs dürfen homosexuell veranlagte Menschen nicht herabgesetzt und diskriminiert werden. Ihnen müsse vielmehr Verständnis entgegengebracht werden, damit sie "nicht in eine unerträgliche Situation geraten". Dies bedeute aber nicht, dass die homosexuelle Orientierung als solche zu einer "bloßen Normvariante" erklärt und homosexuelle Partnerschaft mit Kindern als neues Leitbild der Familie propagiert werden könne. Dies stelle "die natürliche Ordnung der Geschlechter, die in der Ordnung der Schöpfung und des Schöpfungsauftrages Gottes gründet, regelrecht auf den Kopf", so der Bischof. Dass homosexuell veranlagte Menschen ihre Neigung als "natürlich" empfinden, könne daraus erwachsende Handlungen nicht rechtfertigen.

 

Nachdrücklich wies Fürst zudem darauf hin, dass sich beim ökumenischen Gottesdienst am diesem Freitag die römisch-katholische Kirche nicht beteiligt, wie dies im offiziellen CSD-Programm angekündigt wird.

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