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Antisemitische Tendenzen unter anderem in den Texten des deutschen Rap-Musikers "Haftbefehl" untersuchte Christoph Ziegler vom katholischen Albertus Magnus-Gymnasium in Stuttgart. Für seine Arbeit erhielt er im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit zwischen Christen und Juden den Jenny-Heymann-Preis.

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) Stuttgart verleiht den Preis, der auf die 1890 in Stuttgart geborene jüdische Lehrerin und Mitbegründerin der Gesellschaft Jenny Heymann zurückgeht, seit 2014 jährlich an Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe. Mit einem dritten Preis zeichnete sie 2017 Annalena Volk für ihre Arbeit zur Rolle der Geschlechter und Sexualität im Judentum und im Islam aus. Die Jugendliche besucht ebenfalls das Albertus-Magnus-Gymnasium, das zur Stiftung Katholische Freie Schule der Diözese Rottenburg Stuttgart gehört.

Der zweite Preis ging an Katrin Dorfs und Clemens Adelmann vom Evangelischen Heidehof-Gymnasium in Stuttgart und ein weiterer dritter Preis an Mimi Reisinger vom Robert-Bosch-Gymnasium in Gerlingen. Mit einem Sonderpreis wurde das Zeitzeugenprojekt "Puzzleteile der Geschichte" von Schülerinnen des Wirtschaftsgymnasiums in Bad Mergentheim bedacht. Seit 65 Jahren veranstalten die Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit wie in Stuttgart auch bundesweit im März die Woche der Brüderlichkeit, die 2017 unter dem Leitwort "nun gehe hin und lerne" steht.

Alfred Hagemann / Markus Waggershauser

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