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Feierlich sind die Grabnischen in der neuen Gruft der Rottenburger Sülchenkirche ihrer Bestimmung übergeben worden. Am Donnerstagabend gestaltete Bischof Gebhard Fürst dort eine Feier. Mit Gebet, Gesang, Weihwasser und Weihrauch wurden die Grabstellen von ihm gesegnet.

Die Särge der neun verstorbenen Bischöfe der Diözese Rottenburg-Stuttgart waren seit 2011 interimsweise in die Theoderichkapelle verbracht worden. In den nächsten Tagen kommen sie an ihre Plätze in der Gruft von Sülchen. „Wir wollen die Überführung der Särge in würdiger Weise gestalten“, sagte Bischof Fürst.

In der neuen Gruft befinden sich nun 28 Grabkammern. Die Auslagerung der Särge war wegen der Sanierung der Sülchenkirche nötig geworden. Im Zuge der Bauarbeiten waren archäologische Funde zutage getreten, wegen derer die Sanierung sich über den ursprünglich geplanten Zeitraum hinaus gezogen hatte.

Am 4. November wird die Sülchenkirche wieder eröffnet, auch dies in feierlicher Weise. Von da an können Besucher Teile der Funde, die bis ins Frühmittelalter um das 6. Jahrhundert zurückreichen und die Christianisierung der Region bereits in dieser Zeit belegen, betrachten. Ein kleines Museum bietet dafür dann Gelegenheit. In der mit sogenanntem Stampflehm gebauten Unterkirche steht in der Mitte ein Altar, an dem kleinere Gruppen Gottesdienst feiern können.

Uwe Renz

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