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Kurz nach der Gründung des diözesanen Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) im Jahr 1917 entstanden die ersten Zweigvereine in ländlichen Gegenden. Sie bilden innerhalb des KDFB die Landfrauenvereinigung, welche einen Monat nach dem Dachverband ihr 100-Jahr-Jubiläum mit Vortrag, Gottesdienst und Musik feierte.

Kurse in Gartenbau, Geflügelhaltung und Haushaltsführung waren Anfang des 20. Jahrhunderts der Renner. Die Landfrauenvereinigung verstand sich damals als Berufsorganisation und Bildungsträgerin mit katholisch-christlicher Ausrichtung, die vor allem Bäuerinnen ansprach. In den 50-er Jahren entstanden das Katholische Dorfhelferinnenwerk und weitere soziale Einrichtungen mit Unterstützung der Vereinigung. Sie gründete gemeinsam mit der Evangelischen Frauenhilfe auch die Aktion „Schülerinnen helfen Landfrauen“ mit dem Ziel, die Arbeit der bäuerlichen Familienbetriebe zu unterstützen.

Heute richtet sich das Angebot der Landfrauenvereinigung als Einrichtung innerhalb des Katholischen Deutschen Frauenbundes an alle Frauen, die im ländlichen Raum wohnen. Es fördert den Dialog von Landwirten und Verbraucherinnen, um die Wertschätzung der landwirtschaftlichen Produkte und Tätigkeit zu erhöhen sowie klimafreundlicher zu handeln. Mit dem derzeitigen Scherpunktthema „Heimat“ will die Landfrauenvereinigung Traditionen und Brauchtum neu ins Bewusstsein rufen und damit einen Beitrag zur Integration leisten. Denn auch im ländlichen Raum leben heute Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Religionen.

Silvia Reith / Markus Waggershauser

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