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Rottenburg. 17. November 2017. Mit einem Pontifikalamt und anschließendem Festakt feiert der Cäcilienverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart am kommenden Freitag (24. November) sein 150-jähriges Bestehen in Rottenburg. Der Verband vertritt rund 30.000 Sängerinnen und Sänger in katholischen Kinder-, Jugend- und Erwachsenenchören in der Diözese. Er wurde im Jahr 1867 gegründet - ein Jahr vor dem Allgemeinen Cäcilienverband für Deutschland (ACV) - und gehört somit zu den ältesten Kirchenmusikverbänden in Deutschland. Namensgeberin ist die heilige Cäcilia, Patronin der Kirchenmusik, deren Gedenktag der 22. November ist.

Singen sage sehr viel darüber aus, wie Menschen miteinander umgingen, sagt der Präses des Diözesancäcilienverbandes, Pfarrer Thomas Steiger. „Singen hat vor allem mit Hören zu tun. Wer auf den anderen hört, sorgt für ein gutes Miteinander. Das wird beim Singen geschult“. Chöre hätten deshalb auch eine soziale Funktion, so der katholische Hörfunkpfarrer. Er freue sich besonders, dass die Kinder- und Jugendchöre in der Diözese in den vergangenen Jahren wieder mehr Zulauf erhielten.

Das Pontifikalamt zum Jubiläum wird von mehr als 500 Sängerinnen und Sängern mitgestaltet. Neben Chören aus dem Raum Tübingen, Reutlingen und Rottenburg gehört auch die Mädchenkantorei aus Bad Saulgau zu den Akteuren. Der Gottesdienst aus dem Rottenburger Dom mit Bischof Gebhard Fürst wird ab 17.00 Uhr live im Internet über www.drs.de übertragen.

Gast beim Festakt ist der Präsident des ACV, Msgr. Prof. Wolfgang Bretschneider, der sich im Festvortrag mit der Zukunft der Kirchenmusik befasst.

Der Cäcilienverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart ging aus dem „Verein für Katholische Kirchenmusik“ hervor, der am 30. September 1867 von einer aus Geistlichen und Lehrern bestehenden Versammlung in Biberach gegründet und durch Erlass des Bischöflichen Ordinariates vom 5. November 1867 anerkannt wurde. Eine besondere Würdigung erfuhr zehn Jahre später die bundesweite Generalversammlung des ACV, ebenfalls in Biberach: Neben dem Rottenburger Bischof Hefele und dem Bischof von St. Gallen, Greith, waren der württembergische König Karl und seine Frau, Königin Olga, 1877 zu Gast.


Hinweis an die Redaktionen:

Sie sind herzlich eingeladen zur Begleitung des Pontifikalamtes am Freitag, 24. November, um 17.00 Uhr im Rottenburger Dom. Der Gottesdienst wird von Bischof Gebhard Fürst geleitet und von rund 500 Sängerinnen und Sängern mitgestaltet. 

Dem Gottesdienst schließt sich ein Festakt um 19.00 Uhr in der Rottenburger Festhalle (Seebronner Straße) an, zu dem Sie ebenfalls willkommen sind

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