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Rottenburg. 3. Juli 2016. Drei Patres der indischen Karmelitenprovinz von Andhra-Pradesh lösen zum Jahresende die Franziskaner im Rottenburger Weggental als Seelsorger ab. Die Ordensleute im Alter zwischen 30 und 40 Jahren, die für den traditionsreichen Wallfahrtsort gewonnen werden konnten, treten ihren Dienst zum 1. Advent (27. November 2016) an.

Die Deutsche Franziskanerprovinz hatte schon 2014 bekanntgegeben, dass sie das Weggental im Laufe des Jahres 2016 als Standort aufgeben müsse. Fast 100 Jahre, seit 1919, war der Franziskanerorden dort präsent und hat in vielen Seelsorgebereichen segensreich gewirkt, vor allem durch Gottesdienste, Andachten, Einzelseelsorge und Beichtpastoral. Am 9. Oktober werden Bischof Gebhard Fürst und die Rottenburger Gläubigen die Franziskaner aus dem Weggental verabschieden.

Die drei indischen Karmeliten werden wie die Franziskaner auf der Basis eines Ordensgestellungsvertrages mit der Diözese Rottenburg-Stuttgart im Verbund der Rottenburger Seelsorgeeinheit die Seelsorge am Wallfahrtsort Weggental fortführen und mit dem Pastoralteam unter der Leitung von Dompfarrer Harald Kiebler kooperieren.

Bis zum Ende der Renovierungsarbeiten im Kloster Weggental werden die Karmeliten in einer Wohnung in Rottenburg leben. Der Umzug von der Stadt ins Weggental ist für den Herbst 2017 geplant. Derzeit lernen die indischen Ordensleute intensiv Deutsch in München, was auch nach ihrem Dienstantritt in Rottenburg weitergeführt werden soll. Die Gläubigen der Seelsorgeeinheit Rottenburg wurden in den Gottesdiensten am Wochenende über die Neubesetzung des Weggentals informiert.

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