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Diese Ausgrabungen hatten zur Entdeckung eines romanischen und eines karolingischen Vorgängerbaus mit einer äußerst seltenen Dreiapsidenanlage geführt. Die Archäologen vermuten aufgrund der bisherigen Funde, dass die Kirche mit einem bedeutenden Grafensitz in Verbindung gestanden hat und ihre Geschichte bis in die Epoche der Christianisierung zurückreicht.

Im Vorfeld des bundesweiten Tags des offenen Denkmals am 8. September startete Rust heute in Rottenburg seine viertägige Denkmalreise durch alle vier Regierungsbezirke des Landes. Ganz bewusst wurde die Sülchenkirche als eine Station auf dieser Informationsreise ausgewählt, denn laufende Innenausgrabungen - zumal von solch historischer Bedeutung - seien sehr selten. „Denkmale sind keine Last, sondern ein Schatz“, betonte Rust deren Bedeutung für die Landesregierung. Sein Ziel sei es, Sensibilität bei Eigentümern und in der Öffentlichkeit zu wecken.

Seit Bekanntwerden der ersten historischen Funde im vergangenen Jahr fördert Bischof Gebhard Fürst die archäologischen Ausgrabungen in der Sülchenkirche. Die Fachleute beenden ihre Arbeit voraussichtlich im Winter 2013/2014. Erst dann kann die Diözese das ursprüngliche Anliegen, die Sanierung und Erweiterung der Bischofsgruft fortsetzen. "Ich spreche der Diözese meinen großen Dank aus, dass sie die Verantwortung für ihr kulturelles Erbe auf so vorbildhafte Weise wahrnimmt“, lobte Rust die gute Kooperation.

Derzeit arbeitet die Diözese an Konzepten, wie die historischen Funde dauerhaft für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und präsentiert werden können. Als Leitgedanke dient dabei das Anliegen von Bischof Fürst, museale und spirituelle Aspekte miteinander zu verbinden.

Am Tag des offenen Denkmals am 8. September gibt es um 10, 11, 13, 14 und 15 Uhr Führungen durch die Sülchenkirche, um sich über den aktuellen Stand der Grabungen zu informieren.

Pressemeldung drs/Manuela Pfann

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