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Fünf Flüchtlingsfamilien mit insgesamt 28 Personen aus Syrien sind jetzt im ehemaligen Zisterzienserinnenkloster Kirchheim am Ries eingetroffen. Sie gehören zu dem Kontingent, das die Bundesrepublik Deutschland aus dem vom Bürgerkrieg erschütterten Land aufnimmt.

Diese und vier weitere Familien kamen über Friedland in den Ostalbkreis. Sie wohnen in dem 1802 säkularisierten und kunsthistorisch hochrangigen ehemaligen Nonnenkloster in unmittelbarer Nähe zu Nördlingen. Dort war zuletzt ein Altenpflegeheim untergebracht, das seit einigen Jahren leersteht.

Nach dem Aufruf von Bischof Gebhard Fürst im Oktober des vergangenen Jahres, die Aufnahme von Flüchtlingen in nicht genutzten kirchlichen Immobilien zu prüfen, bot der für Kirchheim zuständige Pfarrer Hubert Klimek das Erdgeschoss des im Eigentum des Kirchengemeinde befindlichen Klosters dem Landkreis des Ostalbkreises in Aalen an. Dieser sucht für die in diesem Jahr erwarteten rund 650 Flüchtlinge dringend Unterbringungsmöglichkeit.

Die Kosten für die Sanierung der Wohnräume und der Haustechnik trugen Landkreis und Diözese gemeinsam. Ein Sozialarbeiter des Caritasverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart in der Region Ost-Württemberg begleitet künftig die Ehrenamtlichen, die sich in Kirchheim und in den katholischen Kirchengemeinden der Region für Asylbewerber engagieren.

Thomas Broch, bischöflicher Flüchtlingsbeauftragter

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