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Die katholischen Verbände setzen sich in vielen Bereichen für ein gutes Zusammenleben, für Förderung von Menschen mit Unterstützungsbedarf und für die Bewahrung der Schöpfung ein. Der Tag der Verbände zeigte am 19. und 20. Januar die Vielfalt dieses Engagements unter dem Motto "Leben in Fülle".

Wirtschaftswissenschaftler Christian Kreiß zitierte in seinem Vortrag Papst Franziskus. Das derzeit herrschende egoistische System sei „nicht vom Himmel gefallen, sondern von Menschen erdacht, gelehrt und gemacht“. Dementsprechend sei es veränderbar. Ein verantwortlicher Umgang mit Menschen und Ressourcen sei dringend notwendig, betonte der Professor an der Hochschule für Wirtschaft und Technik in Aalen. Der Unternehmer und Theologe Ulrich Hemel, Professor und Bundesvorsitzender der Katholischen Unternehmer, nannte die Balance von Verletzlichkeit und Schöpferkraft als Basis für sinnvolles Wirtschaften.

"Für 'Leben in Fülle' brauchen wir soziale Wertschätzung, Solidarität und Gemeinsinn", sagte Michael Buck, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft katholischer Organisationen und Verbände der Diözese Rottenburg-Stuttgart (ako). Als Beispiel dafür stellte die Stadt Stuttgart die Gemeinwohlökonomie im städtischen Eigenbetrieb leben&wohnen vor. Die Seniorengenossenschaft Riedlingen zeigte ihre Angebote zur Unterstützung Älterer und die Lebens-, Wohn- und Arbeitsgemeinschaft Schloss Tempelhof mit 120 Menschen ihr Konzept eines ökologisch nachhaltigen, sozial gerechten und sinnerfüllten Zusammenlebens.

Sarah Kubin-Scharnowski / Markus Waggershauser

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