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Rottenburg/Horb. 19. August 2016. Der frühere Rottenburger Generalvikar und Begründer der Hauptabteilung Weltkirche der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Prälat Eberhard Mühlbacher, ist am Donnerstag (18. August) im Alter von 89 Jahren in Horb/Neckar gestorben. Bischof Gebhard Fürst würdigte den Geistlichen als innovative und entscheidungsstarke Persönlichkeit. Der gebürtige Ludwigsburger habe in der Diözese durch das Knüpfen eines Kontaktnetzes mit Diözesen in aller Welt bleibende Spuren hinterlassen. Als Generalvikar habe Mühlbacher wichtige Akzente beim Ausbau der Diözesankurie gesetzt. Die württembergische Diözese verdanke Mühlbacher viel, sagte Bischof Fürst. Der Verstorbene habe die Diözese in den Jahren nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wesentlich mitgeprägt.

Auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil, das Mühlbacher als pfingstliches Ereignis bezeichnete, erhielt er als Sekretär des damaligen Bischofs Carl Joseph Leiprecht entscheidende Impulse für den Aufbau der weltkirchlichen Arbeit. Leiprecht berief ihn 1957 zu seinem Sekretär. Der 1953 geweihte Priester arbeitete im Generalsekretariat des Konzils mit. 1967 wurde Mühlbacher Ordinariatsrat und leitete das Referat Mission und Entwicklung der Diözese. Fünf Jahre später berief ihn Bischof Leiprecht ins Domkapitel; 1981, im Todesjahr Leiprechts, wurde er Generalvikar. Dieses Amt hatte der vielfach national und international geehrte Priester bis 1993 inne. Danach war er unter Bischof Walter Kasper noch fünf Jahre lang Bischofsvikar für die weltkirchlichen Aufgaben der Diözese. Den Ruhestand verbrachte Mühlbacher zunächst im Schwarzwald, später im Seniorenheim in Horb.

Das Requiem hält Bischof Dr. Gebhard Fürst am Montag, 29. August 2016, um 14:00 Uhr im Dom St. Martin in Rottenburg. Im Anschluss an das Requiem findet auf dem Sülchenfriedhof in Rottenburg die Beisetzung statt.

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