Nachrichten

Für ihre Arbeit über den Konstanzer Generalvikar Ignaz Heinrich von Wessenberg zeichnete der Geschichtsverein der Diözese die Münsteraner Theologin Ursula Tünnißen mit dem Bischof-Carl-Joseph-von-Hefele-Preis aus. Im Rahmen eines Studientags ernannte der Verein Dr. Abraham Peter Kustermann aus Waldenbuch zum Ehrenmitglied.

Ursula Tünnißen rekonstruierte die römischen Verfahren gegen Ignaz Heinrich von Wessenberg (1774-1866). Als Bischofkandidat in den neu gegründeten Diözesen Rottenburg und Freiburg war er danach nicht mehr durchsetzbar und verlor alle kirchlichen und politischen Ämter. Tünnißen verwendete ausschließlich bislang unbekannte Quellen aus den Vatikanischen Archiven. Der Hefele-Preis, den sie für ihre Masterarbeit erhielt, ist mit 2.500 Euro dotiert.

Abraham Peter Kustermann (73) gehört zu den Gründungsmitgliedern des Geschichtsvereins und machte sich in dessen ersten Jahren besonders um den Aufbau des Rezensionsteils im Rottenburger Jahrbuch für Kirchengeschichte verdient. Der ehemalige Direktor der Akademie der Diözese, den der Vereinsvorsitzende Professor Claus Arnold nun zum Ehrenmitglied ernannte, hatte im Verein verschiedene Ämter inne und wirkte als genauer Forscher und Meister des Wortes sachbezogen und zugleich menschlich verbindlich in Verein und Diözese, wie es in der Laudatio hieß.

Dr. Maria E. Gründig / Markus Waggershauser

Archiv