Nachrichten

43 Vorstandsmitglieder der bundesweit 16 Berufsverbände der Pfarramtssekretärinnen (BVP) berieten vier Tage lang in Rottenburg, wie sich ihr Berufsstand für die Zukunft rüsten sollte. Im Freizeitprogramm lernten die Gäste auch den Dom und das Ordinariatsgebäude in Rottenburg sowie die Landeshauptstadt Stuttgart näher kennen.

"Der Berufsverband der Pfarramtssekretärinnen ist seit zweieinhalb Jahrzehnten ein wertvoller Ansprechpartner des Ordinariats, der uns hilft, die Pfarrbüros zeitgemäß weiterzuentwickeln“, sagte Bischof Gebhard Fürst im Vorfeld des Treffens. In der Diözese Rottenburg-Stuttgart sind über 800 Frauen und gelegentlich auch Männer die ersten Ansprechpartner, wenn Menschen sich mit einem Anliegen an die Kirche wenden, sei es bei einer Taufanmeldung oder im Trauerfall. 400 von ihnen sind im Berufsverband organisiert.

Bischof Fürst lobte vor allem die Kompetenz, das große Engagement und die Veränderungsbereitschaft der Pfarramtssekretärinnen in den derzeitigen Entwicklungsprozessen der Kirche vor Ort. Derzeit bereitet die Diözese die Einrichtung einer neuen Stelle im Bischöflichen Ordinariat vor, die für die Belange der Pfarramtssekretärinnen zuständig ist. Diese Fachreferentenstelle soll die Rahmenbedingungen für den Beruf weiter verbessern und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen.

"Aus einem Hilfsdienst, den oft die Haushälterin des Pfarrers mitübernahm, ist die professionelle Verwaltungsfachkraft des Pastoralteams und engagierte Dienstleisterin der Gemeindemitglieder geworden", betonte Diözesanvorsitzende Michaela Deeg, die im Pfarrbüro in Bietigheim-Bissingen arbeitet. Durch die seelsorgliche Komponente und Spezialaufgaben wie die Führung der Kirchenbücher sei der Beruf hoch spezialisiert und auch attraktiv für Frauen in der Familienphase.

Cäcilia Branz / Markus Waggershauser

Archiv