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Rottenburg. 20. Dezember 2016. Traditionell besucht Bischof Gebhard Fürst an Heiligabend Häftlinge. Mit einer Rose im Gepäck macht er den Gefangenen in diesem Jahr in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Ravensburg seine Aufwartung. Geplant sind Gespräche mit Häftlingen und ein weihnachtlicher Gottesdienst. An diesem Gottesdienst wird auch der baden-württembergische Justizminister Guido Wolf teilnehmen.

Auch Weihbischof Johannes Kreidler besucht Gefangene, er fährt in die JVA Stammheim. Weihbischof Thomas Maria Renz feiert an Heiligabend mit Gefangenen in der JVA Schwäbisch Hall. Knapp 7.000 Gefangene verbringen Weihnachten laut Justizministerium in baden-württembergischen Gefängnissen. Seelsorgern zufolge empfinden sie ihre Gefangenschaft in diesen Tagen als besonders belastend und die Besuche durch die Bischöfe als wohltuende Unterbrechung.

Als einer der ersten deutschen Bischöfe hat Georg Moser die Gefangenenbesuche an Heiligabend in den 1980er Jahren für die Diözese Rottenburg-Stuttgart eingeführt. Gefangene zu besuchen gehört zu den sieben Werken der Barmherzigkeit, die auf die neutestamentliche Schriftstelle bei Matthäus (25, 34–46) zurückgehen.

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