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Rottenburg. 25. Juli 2016. Mit einer Summe von insgesamt rund 26,2 Millionen Euro hat die Diözese Rottenburg-Stuttgart im Jahr 2015 weltkirchliche Aufgaben finanziert. Mehr als neun Millionen Euro flossen dabei aus Haushaltsmitteln in die Unterstützung von diözesaneigenen Partnerschaftsprojekten. Rund 11,4 Millionen Euro  wurden aus Spendenmitteln finanziert, mit 5,6 Millionen Euro unterstützte die Diözese die weltkirchliche Arbeit des Verbandes der Diözesen Deutschlands. Dies geht aus dem Jahresbericht der Hauptabteilung Weltkirche hervor, der im jetzt erschienenen Jahresmagazin „Der geteilte Mantel“ veröffentlicht worden ist.

Seit knapp 50 Jahren stellt die Diözese Rottenburg-Stuttgart Kirchensteuergelder für Aufgaben in der Weltkirche bereit. Dadurch sei die Hauptabteilung Weltkirche im Bischöflichen Ordinariat zu einem kleinen Hilfswerk geworden, sagt deren Leiter, Domkapitular Heinz Detlef Stäps. Ein zweiter Pfeiler der Brücke zur Welt seien die vielfältigen Verbindungen von Kirchengemeinden, Verbänden, Aktionskreisen oder Eine-Welt-Gruppen. „Man wird in Baden-Württemberg kaum eine andere Kraft finden, die sich so nachhaltig für die Armen in der Welt einsetzt und damit der Gerechtigkeit und dem Frieden dient“, ist sich Stäps sicher. Über die Hälfte der 1027 Kirchengemeinden der Diözese unterhalte Beziehungen zu Partnern in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa und fördere in diesem Rahmen derzeit 992 Projekte.

Knapp 1.200 Anträge aus 84 Ländern erreichten die Diözese im vergangenen Jahr, fast 600 davon konnten mit rund 10,3 Millionen Euro unterstützt werden. Mehr als die Hälfte aller Anträge kamen dabei aus Afrika, rund ein Viertel aus Asien, rund acht Prozent aus Europa sowie etwa vier Prozent aus Mittel- und Südamerika.

Unter dem Titel „Konfrontation“ informiert das Jahresmagazin „Der Geteilte Mantel“ in Interviews und Reportagen über Projekte weltweit sowie beispielhaft über entwicklungspolitische Entwicklungen.

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