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Rottenburg. 20. September 2017. Bischof Gebhard Fürst hat dem emeritierten Tübinger Fundamentaltheologen Max Seckler zu dessen neunzigstem Geburtstag gratuliert.  Seckler wurde am 23. September 1927 in Westerhofen bei Aalen geboren und ist Nestor der Tübinger Katholisch-Theologischen Fakultät. Bischof Fürst dankte seinem Doktorvater für dessen theologische Lebensleistung, die dieser unter das Leitwort einer „weltoffenen Katholizität“ und sich selbst in die Tradition der sogenannten Tübinger Schule gestellt hatte. Secklers Lebenswerk verdiene es, in den wissenschaftlichen Diskurs einzudringen, betonte der Bischof. Er lud den Jubilar zu einem Geburtstagsessen mit Weggefährten ein.

Seckler, der in Tübingen lebt, war dort von 1964 bis zur Emeritierung 1993 Ordinarius für Fundamentaltheologie. Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft von 1943 bis 1945 studierte er Theologie und Philosophie in Tübingen. 1952 wurde er in Ellwangen zum Priester geweiht. Nach einem Studium der Romanistik und Altphilologie sowie wissenschaftlicher Arbeit in München und Passau habilitierte sich Seckler 1964 in München für Fundamentaltheologie. Im selben Jahr nahm er einen Ruf der Universität Tübingen an.

Zu seinen bekanntesten Werken zählt das Handbuch der Fundamentaltheologie. Der Wissenschaftler befasste sich außer mit klassischen fundamentaltheologischen Feldern wie Offenbarung, Reich Gottes oder Verhältnis von Glaube und  Glaubenswissenschaft mit der Tradition der Tübinger Schule, insbesondere mit deren Gründerperson Johann Sebastian von Drey. Dessen Werke machte Seckler in einer mehrbändigen Edition neu zugänglich. Die Tübinger Schule bildet die Basis von Secklers theologischem Konzept einer weltoffenen Katholizität.

Hinweis: Im Anhang ein Beitrag über Prof. Dr. Max Seckler, verfasst von seinem ehemaligen Schüler und heutigen Vorstand des Kunstvereins der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Dr. Michael Kessler.

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