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Rottenburg. 30. August 2016. Als weltoffenen Theologen und einfühlsamen Seelsorger hat Bischof Gebhard Fürst Weihbischof Johannes Kreidler (70) gewürdigt. Vor Kreidlers 25. Jahrestag der Bischofsweihe  am Mittwoch (31. August) hob Bischof Fürst dessen Fähigkeit hervor, Menschen in ihrer je eigenen Art anzunehmen und wertzuschätzen. Kreidlers Bemühen, in Konflikten umsichtig Ausgleich und Versöhnung zu erreichen, wurzele im christlichen Glauben an Gott als Vater aller Menschen. „Diesen Glauben hat Weihbischof Kreidler auf hohem Niveau seit Studientagen bis heute theologisch durchdrungen“, betonte Bischof Fürst. Kreidlers Bischofsmotto heißt „Ministerium reconciliatonis“ (Dienst an der Versöhnung).

Der in Horb-Grünmettstetten geborene Geistliche wurde 1972 zum Priester und 1991 zum Bischof geweiht. Zuvor war er Sekretär der beiden Bischöfe Carl-Josef Leiprecht und Georg Moser, anschließend Repetent am Tübinger Wilhelmsstift. Von 1980 bis 1985 fungierte er als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Dogmatik, im Anschluss daran wurde er beim damaligen Professor Walter Kasper in Tübingen zum Doktor der Theologie promoviert. Vor seiner Ernennung zum Weihbischof war Kreidler fünf Jahre Regens des Rottenburger Priesterseminars. Nach der Berufung von Bischof Kasper in den Vatikan leitete Kreidler die Diözese ein Jahr kommissarisch. Seit 2004 ist der Weihbischof in der Diözese verantwortlich für Liturgie, Kunst und Kirchenmusik. In der Deutschen Bischofskonferenz gehört er den Kommissionen „Ehe und Familie“ sowie „Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste“ an. Sein Bischofsjubiläum feiert Kreidler in seiner Heimatgemeinde.

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