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Lena Elbe vom Hohenlohe-Gymnasium in Öhringen erhielt den ersten Preis und 500 Euro im Schülerwettbewerb „Christentum und Kultur“, den die evangelischen und katholischen Kirchen in Baden-Württemberg jährlich ausschreiben. Sie verglich den Werbeslogan eines NPD-Plakats im Bundestagswahlkampf 2017 mit dem historischen Ausspruch Luthers „Hier stehe ich und kann nicht anders“.

Im Beisein der Rottenburger Ordinariatsrätin Ute Augustyniak-Dürr mahnte der evangelische Landesbischof Frank Otfried July in seiner Festrede, dass das Internet im Blick auf gefälschte "Fakten" kein ethikfreier Raum sein dürfe. "Auch das Netz ist Kultur und Kultur ist zu gestalten“, betonte July im Rahmen der Preisverleihung im Stuttgarter Evangelischen Oberkirchenrat. Diese Kulturgestaltung bedeute das Streiten zu zivilisieren, der Wahrheit die Ehre zu geben und die Würde des Menschen zu achten.

Einer der beiden dritten Preise und 200 Euro gingen nach Mössingen. Benjamin Stoll vom Quenstedt-Gymnasium zeigt in seinem Lego-Film zum Thema „Kann Streit ein Segen sein?“ drei verschiedene Phasen und Ausgänge eines Streits in einer Schlange vor einer Kinokasse, die ein Mann wegen eines WC-Besuchs kurzfristig verlassen hatte. Mit dem zweiten Preis und 300 Euro bedachte die Jury Lisa und Malin Häuser von der Heimschule Lender in Sasbach und mit einem weiteren dritten Preis Johanna Wolf vom Hohenstaufen-Gymnasium in Eberbach.

Von den 64 Schülerinnen und Schülern, die sich 2018 in Gruppen- und Einzelarbeiten am Wettbewerb beteiligten, erhielten aus dem württembergischen Landesteil Gabriel Häußler vom Schiller-Gymnasium in Heidenheim, Lars Lukschanderl vom Eugen-Bolz-Gymnasium in Rottenburg, Marissa Oettel vom Gymnasium Gerabronn und Theodor Sinner vom Otto-Hahn-Gymnasium in Nagold Buchpreise. Die evangelischen und katholischen Kirchen in Württemberg und Baden hatten den Wettbewerb „Christentum und Kultur“ erstmals im Schuljahr 2003/2004 ausgeschrieben, um Gymnasiasten anzuregen, sich mit dem Zusammenhang von Religion und Kultur in der Gesellschaft zu beschäftigen.

Thomas Brandl u.a. / Markus Waggershauser

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