Nachrichten

Als „Zeichen der Verbundenheit mit den von vielen Seiten bedrängten palästinensischen Christen“ hat Bischof Gebhard Fürst dem Pfarrer der griechisch-melkitischen Gemeinde in Nablus im Westjordanland, Yousef Saadeh, jetzt ein Geschenk überreicht: das Bild einer gotischen Plastik mit dem Kopf des heiligen Johannes des Täufers.

Im Rahmen einer Studienreise ins Heilige Land besuchte der Bischof die dortige Kirche, deren Bau sein Vorgänger Carl Joseph Leiprecht im Jahr 1961 finanziell unterstützt hatte. Die Kirche solle den Namen Johannes des Täufers tragen, bat Leiprecht damals, zum Andenken an Joannes Baptista Sproll, den von den Nationalsozialisten verfolgten Rottenburger Bekennerbischof.

Eine Gedenktafel erinnert in der Kirche in Nablus bis heute daran – aber warum, das war hier wie dort in Vergessenheit geraten. Erst in jüngster Zeit hat der in Munderkingen lebende pensionierte Pfarrer Franz-Xaver Schmid mit Unterstützung des Rottenburger Diözesanarchivs die geschichtlichen Hintergründe wieder ans Licht und an die Öffentlichkeit gebracht. Die Johannes-Skulptur aus seinem Privatbesitz gab er Bischof Fürst für die Gemeinde in Nablus.

Thomas Brandl

Archiv