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Rottenburg. 21. Dezember 2016. In einer Videobotschaft hat Bischof Gebhard Fürst daran erinnert, dass die Botschaft von Weihnachten Frieden heißt, Liebe und Versöhnungsbereitschaft. Nach dem Attentat von Berlin bekomme diese Botschaft besondere Brisanz. „Der Terrorstoß ins Herz Deutschlands und ins Herz christlicher geprägter Kultur legt offen, dass unser Leben verletzlich ist“, sagt Bischof Fürst. Er weist aber auch darauf hin, dass es seit der Menschwerdung Gottes, die an Weihnachten gefeiert wird, keinen gottlosen Ort mehr gibt, „auch wenn es, wie jetzt in Berlin und an vielen Orten der Welt, ganz anders aussehen mag“.

Der Wortlaut der Botschaft:

Eine knappe Woche vor Weihnachten hat uns der Terroranschlag von Berlin tief erschüttert. Mitten ins Herz der deutschen Hauptstadt hat der Attentäter den schweren Lastwagen gelenkt. Neben der Berliner Gedächtniskirche hat er ihn als Mordwaffe eingesetzt. Mitten in einen Weihnachtsmarkt brachte der Mörder Tod, Entsetzen und Trauer. Mitten in einen Weihnachtsmarkt, einen Ort der Lebensfreude. Für viele Menschen heimeliger Vorfreude auf das Christfest. Arglose Besucher fielen einem Terroristen zum Opfer, der offenbar einem Zerrbild seiner Religion gefolgt ist. Fassungslose Angehörige trauern, Berlin trauert, Deutschland trauert.

Der Terrorstoß ins Herz Deutschlands und ins Herz christlich geprägter Kultur legt offen, wie verletzlich unser Leben ist. Menschen können sich so verändern, dass sie anderen Menschen Leid und Tod bringen. Religionen können so verzerrt werden, dass sie statt Heil schlimmstes Unheil bewirken. Und Hände, die Gutes tun können, verwandeln sich in todbringende Waffen.

An Weihnachten ist Gott in Jesus von Nazareth Mensch geworden. In der Krippe hat er sein menschliches Gesicht gezeigt. Das glauben und verkünden Christinnen und Christen seit 2.000 Jahren. Seit der Geburt in der Krippe gibt es damit keinen gottlosen Ort mehr, auch wenn es, wie jetzt in Berlin und an vielen Orten der Welt, ganz anders aussehen mag. Weihnachten mit der Botschaft des Friedens, der Liebe und der Versöhnung lässt hoffen. So können Menschen ihr Gesicht wahren und einander offen ansehen. Solche Weihnachtshoffnung in dunkler Zeit wünsche ich Ihnen von Herzen.

Video: Weihnachtsbotschaft 2016 von Bischof Gebhard Fürst

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