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Rottenburg / Stuttgart. 13. April 2014. Bischof Gebhard Fürst sieht die Gefahr, dass Behörden bei Abschiebungen „nach Schema F“ handeln. Dies sagte er am Samstag bei einem Gespräch im Rahmen der Stuttgarter Messe „Fair handeln“ zum Thema „Flucht und Vertreibung: Prüfstein für eine diakonische Kirche“.  Solange immer wieder Schülerinnen und Schüler, die hier im Land kurz vor dem Schulabschluss stünden, mitten in der Nacht abgeholt und abgeschoben würden, müssten wir als Christen und Bürger dieses Landes aufstehen. „Die Menschenwürde und das Menschenrecht dieser Personen werden verletzt“, sagte Gebhard Fürst.

Der evangelische Landesbischof Frank Otfried July zeigte auf, dass die Kirchen bei der Flüchtlingsarbeit nicht bei Null begännen: „Wir haben längst Strukturen und unglaublich viele Menschen, die sich vor Ort engagieren“. July äußerte die Hoffnung, dass die Flüchtlingsarbeit, die aktuell in den Gemeinden vertieft werde, eine Auswirkung auf die Gesellschaft habe. „Jeder Bürger kann etwas beitragen“.  Bischof Fürst bat darum, dass sich der Einzelne die Frage stelle, ob er die Fremden in seiner Stadt oder Gemeinde kenne.

Beide Bischöfe waren sich darüber einig, dass eine diakonische Kirche sich in den Dienst jener Menschen stellen müsse, die in Not seien. „Flüchtlinge wie Fremde sollen spüren, dass sie nicht gelitten, sondern willkommen sind“.

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