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Rottenburg. 28. Juli 2017. Das Bistum Rottenburg-Stuttgart hat für 2016 den Jahresbericht über seine Finanzen und deren Verwendung vorgelegt. Dem Bericht zufolge beträgt der Jahresüberschuss gut 950.000 Euro. Über die konkrete Verwendung der Mittel ist noch nicht entschieden. Ein Akzent bei den Zuwendungen wird aktuell zugunsten der Obdachlosenhilfe gesetzt. Der Bistumshaushalt beträgt im langjährigen Schnitt drei bis fünf Prozent des Diözesanhaushalts. Er wird gespeist in erster Linie aus Erträgen von Stiftungen, Immobilien, Kapitalanlagen und Beteiligungen.

Als Beleg für die Vielfältigkeit pastoraler und karitativer Leistungen bezeichnete Bischof Gebhard Fürst den Jahresbericht in seinem Vorwort. Beispielhaft stehe dafür die weltkirchlichen Arbeit der Diözese und des Bistums Rottenburg-Stuttgart. Mit einer Summe von knapp 1,3 Millionen Euro aus Zinserträgen konnten 2016 weltweit 70 Projekte im Rahmen der Stiftung Weltkirche gefördert werden. Wie etliche weitere werden diese Stiftungsmittel unter dem Dach des Bistums treuhänderisch verwaltet.

Den Planansatz für den Bistumshaushalt 2017 setzen die Fachleute des Bischöflichen Ordinariats insgesamt mit 9 Millionen Euro an, was rund 3 Prozent des Diözesanhaushalts entspreche. (Diözesanhaushalt 2017: 385 Millionen Euro) Voraussichtlich 3,3 Millionen Euro an Zinserträgen fließen direkt an kirchliche Stiftungen und Zweckvermögen für pastorale, karitative und weitere kirchliche Aufgaben. Erwartet wird ein Jahresüberschuss von 583.000 Euro.

Projekte und Einrichtungen, die mit Mitteln des Bistums finanziert werden, realisieren kirchliche Zwecksetzungen. Dazu zählen beispielsweise Hilfen für Mütter in Not, Obdachlosenhilfe, Hilfe für sozial Bedürftige, Kirchliche Internate oder Aufwendungen für die Liturgie im Dom in Rottenburg und in der Konkathedrale in Stuttgart. In diesem Jahr auch die Sanierung der Sülchenkirche Rottenburg, die bis November abgeschlossen sein soll.

Aktuell setzt das Bistum beim Einsatz seiner Mittel einen Schwerpunkt im Bereich der Obdachlosenhilfe: Für Zwecke der Stiftung Franziskusfonds wurden Mittel in Höhe von 850.000 Euro zur Verfügung gestellt. Davon sollen 300.000 Euro als Zuschuss für die Konzeption der sozial-karitativen Wohnungslosenhilfe in Aalen verwendet werden. Weitere 300.000 Euro werden als Zuschuss für den „Treff Härtsfeldstraße“ in Heidenheim bereitgestellt, ein Haus der Wohnungslosenhilfe für alleinstehende, wohnungslose, erwachsene Personen, für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten, sowie für Menschen mit seelischer Behinderung.

Erläuterung

Im Unterschied zum allgemeinen Gebrauch in deutschen Sprachen, der die Begriffe "Bistum" und "Diözese" synonym verwendet, bezeichnet das "Bistum" in der Diözese Rottenburg-Stuttgart eine eigene Rechtsperson als Anstalt des öffentlichen Rechts. Das Bistum Rottenburg vereint Haushalt und Vermögen u.a. des Bischöflichen Stuhls und des Domkapitels. (s. Anlage Bistumspublikation S. 22)

Das Volumen des Bistumshaushalts der Diözese beträgt im Schnitt der letzten Jahre nur etwa drei bis fünf Prozent der Summe des Diözesanhaushalts. Das Vermögen des Bistums setzt sich hauptsächlich zusammen aus Vermögen für kirchliche Zwecke, Stiftungen und Gebäuden. Knapp zwei Drittel des Volumens sind zweckgebunden und stehen dem Bistum nicht zur freien Verfügung.

Im Juli 2014 wurde zum ersten Mal der Haushalt des Jahres 2013 des Bistums in ausführlicher Weise veröffentlicht.

Daneben gibt es die Diözese Rottenburg-Stuttgart als Körperschaft öffentlichen Rechts. An die Diözese Rottenburg-Stuttgart sowie an die Kirchengemeinden fließen die Kirchensteuereinnahmen (Diözesanhaushalt). Bei der Diözese Rottenburg-Stuttgart werden auch die Staatsleistungen vereinnahmt.

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