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In zehn Landkreisen - Aalen, Heidenheim, Böblingen, Tübingen, Friedrichshafen, Ravensburg, Stuttgart, Esslingen, Ulm und im Alb-Donau-Kreis - werden Langzeitarbeitslose zu Stromsparhelfern ausgebildet. Sie helfen Menschen mit geringem Einkommen, Energie- und Verbrauchskosten zu senken.

Das Projekt Stromspar-Check will mehrere Ziele erreichen: berufliche Reintegration langzeitarbeitsloser Menschen, Existenzsicherung von Familien mit geringem Einkommen sowie die Schonung von Klima und Umwelt. Mehr als 200 Langzeitarbeitslose wurden bisher zu Stromsparhelfern ausgebildet, fast 5.000 Haushalte von ihnen beraten. Rein rechnerisch wurden 11.000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen vermieden.

Die Aktion Martinusmantel finanzierte in den vergangenen 25 Jahren mit Spendeneinnahmen und Mitteln der Diözese Projekte für 7.000 benachteiligte Ausbildungssuchende und Langzeitarbeitslose. Mit der Kombination von Umweltschutz und beruflichen Integrationsmaßnahmen verfolgt sie einen neuen Ansatz, der die Klimaschutz-Strategie der Diözese unterstützt. Mehr als ein Viertel des Zweijahresbudgets von 900.000 Euro fließt in  die Stromspar-Check-Projekte vor Ort.

Der Verantwortliche der Aktion Martinusmantel und gleichzeitig Vorsitzende des Strategie-Entwicklungsteams der Klima-Initiative der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Joachim Drumm: „Von der Frage, wie wir mit unserer Schöpfung umgehen, wie wir mit Energie haushalten, hängt unsere Glaubwürdigkeit als Kirche mit ab.“ Die Stromspar-Check-Projekte der Caritas eröffneten Langzeitarbeitslosen eine berufliche Chance im zukunftsträchtigen Bereich Energie und Verbraucherservice. Er sei davon überzeugt, dass die anvertrauten Spendengelder sehr gut investiert seien, betonte Drumm.

Bisher war der Stromspar-Check Teil eines Verbundprojektes mit den Energieagenturen und wurde durch das Bundesumweltministerium gefördert. Die Caritas will das Projekt in Baden-Württemberg zu einer Landesinitiative zum sozialen Klimaschutz ausbauen. Immerhin fand jeder vierte der 200 Stromsparhelfer einen regulären Job. Im Mai legten die ersten zehn ehemals Langzeitarbeitslosen bei der Handwerkskammer die Prüfung zum Serviceberater für Energie- und Wasserspartechnik ab. Als Folge der Beratung haben die unterstützten Familien jeweils zwischen 150 und 400  Euro pro Jahr mehr zum Leben.  Auch die Stadt- und Landkreise profitieren vom Projekt: Sie sparen pro Haushalts-Check durchschnittlich rund 220 Euro an Sozialhilfekosten, in den vergangenen zweieinhalb Jahren insgesamt rund 1,1 Millionen Euro.

Hinweis: Fragen beantwortet zur Verfügung Hans-Peter Mayer, Geschäftsstelle der Aktion Martinusmantel im Bischöflichen Ordinariat, Tel. (0711) 9791-203, hpmayer@bo.drs.de.

Uwe Renz

 

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