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Rottenburg. 28. Juli 2015. Nach dem Stuttgarter Flüchtlingsgipfel am Montag (27. Juli) hat Bischof Gebhard Fürst appelliert, das Bündnis für Flüchtlinge vor Ort zu stärken. Solch ein Bündnis gelänge nur, wenn es auf der Ebene von Kommunen, Kirchengemeinden sowie durch ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement vorangetrieben und von den jeweiligen Verantwortungsträgern zur Chefsache gemacht werde. „Nur aus dieser gemeinsamen Kraft heraus können wir den Anfängen  einer aufkeimenden Stimmung gegen Flüchtlinge wehren“.

Wichtige Partner beim Bündnis vor Ort sind für Bischof Fürst dabei die Caritas und die Diakonie sowie die lokalen Zeitungsredaktionen und regionalen Radio- und TV-Sender.

Beispielhaft für ein vorbildhaftes Bündnis für Flüchtlinge vor Ort nennt Bischof Gebhard Fürst  das „Modell Weingarten“, dort hatte er im Oktober 2013 das Benediktinerkloster zur Flüchtlingsaufnahme zur Verfügung gestellt. „Unter dem Leitwort ‚Wir sind Weingarten‘ ist ein Prozess entstanden, bei dem sich Hauptamtliche aus Kirche und öffentlicher Verwaltung, aus der Caritas, aus dem Bildungsbereich, aus Vereinen und zivilgesellschaftlichen Organisationen auf den Weg gemacht haben,  ihre Stadtgesellschaft weiter zu entwickeln.“

Er sei überzeugt, dass die Kräfte ausreichten, den Flüchtlingen die Hand entgegenzustrecken, betont der Rottenburger Bischof. „Wenn die Kraft unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg ausgereicht hat, um den Vertriebenen, den Flüchtlingen Raum zu geben: warum sollte dies heute,  in einem der wirtschaftsstärksten Bundesländer Deutschlands, nicht gelingen?“

Bischof Gebhard Fürst sichert zu, dass die Kirchen im Land nicht nachlassen werden in ihrer Solidarität für fremde Menschen in Not. „Dazu verpflichtet uns das Evangelium.“

In rund 25 Immobilien in kirchlichem Besitz werden von diözesanen Trägern etwa 1.300 Flüchtlinge in der vorläufigen Unterbringung betreut, darunter drei Gruppen jesidischer Frauen an drei Standorten in der Diözese.

Insgesamt hat die Diözese Rottenburg-Stuttgart seit 2014 zusätzlich zu den regulären Haushaltsmitteln insgesamt 11,4 Mio. Euro bereitgestellt. In diesem „Zweckerfüllungsfonds Flüchtlingshilfe“ werden 5,7 Mio. für Flüchtlingshilfen innerhalb der Diözese eingesetzt, die andere Hälfte für Fluchtvermeidungsmaßnahmen in den Herkunftsländern.

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