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Rottenburg/Rom/Stuttgart. Mit einem feierlichen Gottesdienst hat Walter Kardinal Kasper gestern (16. Juni) in Rom den 30. Jahrestag seiner Bischofsweihe begangen. Die Glückwünsche der Heimatdiözese Kaspers überbrachte der Rottenburger Weihbischof Thomas Maria Renz. Kasper wurde am 17. Juni 1989 in Rottenburg zum Bischof geweiht, ab 1999 wirkte er in Rom. Gemeinsam mit dem emeritierten Kurienkardinal feiert die Diözese am kommenden Freitag (28. Juni) das Weihejubiläum ihres ehemaligen Bischofs in Stuttgart. Zum Gottesdienst um 18.00 Uhr in der Domkirche St. Eberhard sind alle Gläubigen eingeladen; Ministerpräsident Kretschmann und Mitglieder des Landeskabinetts werden dazu erwartet.

In einem Glückwunschschreiben gratuliert Bischof Gebhard Fürst seinem Amtsvorgänger zum Weihejubiläum und würdigte Kasper als „einen der profiliertesten Theologen unserer Zeit“, dem es stets gelänge, das persönliche Glaubenszeugnis mit der Kraft des sachlichen Arguments zu verknüpfen, schrieb der Bischof. Er dankte Kasper dafür, dass dieser sich nach wie vor zu aktuellen Themen „die uns Christen in besonderer Weise betreffen, mit klaren Positionen zu Wort“ melde, wie beispielsweise zum Thema Klerikalismus und der notwendigen Partizipation von Laien. In diesem Zusammenhang würdigte Bischof Fürst die Verdienste Kaspers bei der Fortführung des auf Bischof Carl-Joseph Leiprecht zurückgehenden „Rottenburger Modells“ und der starken Mitwirkung von Laien in der Diözese, das einmalig unter den deutschen Bistümern sei.

Kasper, geboren am 5. März 1933, wuchs in Wangen/Allgäu auf. Nach seinem Theologiestudium in Tübingen und München wurde er 1957 zum Priester geweiht und 1961 zum Doktor der Theologie promoviert. 1964 übernahm Kasper als Professor den Dogmatik-Lehrstuhl in Münster, 1970 wechselte er nach Tübingen. Am 17. Juni 1989 wurde er als Nachfolger von Georg Moser zum Bischof von Rottenburg-Stuttgart geweiht. Zehn Jahre später ernannte Papst Johannes Paul II. ihn zum Sekretär des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen. 2001 ernannte der Papst ihn zum Kardinal und übertrug ihm das Amt des Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen. Am 1. Juli 2010 wurde der Kardinal aus Altersgründen emeritiert.

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