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Rottenburg. 23. Oktober 2015.  Als dringende Notwendigkeit haben Verantwortliche der Kirche und ihrer Caritas in der Diözese die Abschaffung der Vorrangprüfung durch die Bundesagentur für Arbeit bezeichnet. Nur durch eine Beteiligung von Flüchtlingen an Arbeit werde mittelfristig das soziale Sicherungssystem nicht überfordert und gleichzeitig soziale Integration gefördert,  sagte die Leiterin der Hauptabteilung Caritas, Irme Stetter-Karp, nach Beratungen der „Konferenz für Migration und Flucht“ in Stuttgart.

Asyl- und Flüchtlingspolitik folgten humanitären Motiven und dienten dem Schutz von Menschen bei Verfolgung und gewaltsamen Konflikten, sagte Stetter-Karp. Dasselbe Motiv müsse Maßstab beim Zugang zum Arbeitsmarkt sein, denn „Arbeit ist ein Menschenrecht und ist entscheidend für die menschliche Würde“, so die Rottenburger Ordinariatsrätin. 

Um Asylsuchenden einen einfacheren und schnelleren Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu ermöglichen, müsse daher im Asylverfahren auch die Option eines ‚Spurwechsels‘ geschaffen werden, betonte die stellvertretende Direktorin des Caritasverbandes der Diözese, Annette Holuscha-Uhlenbrock. Das bedeute, dass analog der Regelung für EU-Bürger auch Asylsuchende bei Vorlage eines Arbeitsvertrages kurzfristig ein Aufenthaltsrecht erhielten.


Die „Konferenz für Migration und Flucht“ wurde im April 2014 gegründet. Sie ist ein beratendes Gremium zur Begleitung der Entwicklungen in der Flüchtlingsarbeit der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

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