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Stuttgart. „Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit!“ Unter diesem Motto hat Weihbischof Matthäus Karrer heute Nachmittag stellvertretend für alle anderen 280 Sternsingerinnen und Sternsinger aus der gesamten Diözese Rottenburg-Stuttgart ausgesandt zu ihrer Aktion 2019. Ein schöneres Motto als das genannte, so Karrer bei einem Gottesdienst in der gut besetzten Konkathedrale St. Eberhard, könne es gar nicht geben: „Das ist die Botschaft, die Jesus Christus uns mit auf den Weg gegeben hat!“ Die Sternsinger brächten durch ihr Tun, für das sie sogar einen Teil ihrer Ferien opferten, „den Menschen in Peru Freude und Hoffnung“.

Bis zum Dreikönigstag werden dieses Jahr wieder allein in Baden-Württemberg rund 50.000 Kaspars, Melchiors und Balthasars unterwegs sein, um die Häuser zu segnen und Geld zu sammeln für Kinder, denen es nicht so gut geht. Der Erlös der Sternsingeraktion 2019 ist behinderten Kindern in Peru zugedacht – weshalb heute gleich mehrere Alpakas die Prozession vom St. Agnes-Gymnasium durch die Stuttgarter Innenstadt zur Domkirche begleiteten. In seinen Dankesworten an die Sternsingerinnen und Sternsinger und ihre erwachsenen Begleiter machte Weihbischof Karrer deutlich, wie sehr das Leitmotiv der Zusammengehörigkeit gerade mit den Schwächeren und Benachteiligten dieser Welt das Christentum präge: „Das Gefühl der Zusammengehörigkeit endet nicht an den Grenzen von Ländern oder Kontinenten.“

Kinder mit Behinderung stehen nicht ohne Grund im Mittelpunkt der Aktion Dreikönigssingen 2019. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen haben 165 Millionen Mädchen und Jungen weltweit eine Behinderung. In Entwicklungs- und Schwellenländern leben besonders viele Kinder mit Behinderung – die meisten in großer Armut. Neun von zehn gehen nicht zur Schule. In vielen Ländern werden diese Kinder als Last oder Schande empfunden; häufig leiden sie unter Gewalt oder werden von ihren oft überforderten Eltern versteckt und vernachlässigt. Die Sterblichkeitsrate von Kindern mit Behinderung unter fünf Jahren liegt 80 Prozent höher als die von Kindern ohne Behinderung.

Jedes dritte Kind, das auf der Straße leben muss, hat eine Behinderung. Daher steht der Einsatz für Kinder mit geistiger oder körperlicher Behinderung und deren Inklusion im Fokus der Aktion Dreikönigssingen 2019. Ein langjähriger Projektpartner ist Yancana Huasy in Peru, dem Beispielland der Aktion Dreikönigssingen 2019. Das Zentrum der Pfarrgemeinde El Señor de la Esperanza in einem Armenviertel der Hauptstadt Lima unterstützt und begleitet Kinder mit Behinderung und ihre Familien.
Nach der Tour durch ihre Heimatgemeinden zu Beginn des neuen Jahres öffnet sich für acht Sternsinger-Gruppen aus den Diözesen Rottenburg-Stuttgart und Freiburg am 7. Januar eine ganz besondere Tür: Auf Einladung der Landesregierung dürfen die Kaspars, Melchiors und Balthasars bei einem Empfang im Neuen Schloss in Stuttgart zeigen, mit wie viel Kreativität und Ideenreichtum sie die Aktion Dreikönigssingen in ihren Heimatgemeinden gestalten. Bereits einen Tag früher, am 6. Januar, sind die Sternsinger beim Neujahrsempfang von Bischof Gebhard Fürst in Stuttgart mit von der Partie. Am Empfang der Bundeskanzlerin am 7. Januar in Berlin nehmen Sternsinger aus der Gemeinde Herz Jesu in Kehl-Kork und St. Paulus in Neckartenzlingen teil. Für den 8. Januar hat EU-Vizepräsident Rainer Wieland (Stuttgart) 25 Sternsinger aus Deutschland, Österreich, Ungarn, Rumänien, Italien und Belgien ins Europa-Parlament eingeladen; die deutsche Delegation kommt dabei aus dem Bistum Osnabrück.

2018 kam durch den Einsatz der Sternsinger bundesweit eine Summe von 48,8 Millionen Euro zusammen – ein Fünftel davon stammte aus den Sammelbüchsen zwischen Mannheim und Friedrichshafen am Bodensee. Dabei wurden knapp 5,3 Millionen Euro in der Diözese Rottenburg-Stuttgart gesammelt und 4,6 Millionen in der Erzdiözese Freiburg. Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) konnten dadurch rund 1.600 Kinderhilfsprojekte in 107 Ländern finanzieren.

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