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Rottenburg/Erbil. 25. Juli 2014. Als Zeichen der Solidarität mit den notleidenden Christen im Irak hat die Diözese Rottenburg-Stuttgart 50.000 Euro Soforthilfe zugesagt. Über das Hilfswerk Caritas international geht der Betrag an Caritas Irak und kommt in der nordirakischen Kurdenregion um die Stadt Erbil rund 2.000 Flüchtlingsfamilien zugute.

Die letzten Christen der Stadt Mossul und andere religiöse Minderheiten wurden am vergangenen Freitag von der radikal-sunnitischen Organisation Islamischer Staat (IS) aus der Stadt vertrieben und flüchteten in die Kurdenregion Erbil. Bischof Fürst bat die Gläubigen seiner Diözese um das Gebet für die wegen ihres Glaubens verfolgten Opfer im Irak.

Mit dem Hilfsgeld aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart können Zelte, Decken, Betten, Kleidung und Lebensmittel besorgt werden. Die Summe wird einem vom Diözesanrat bewilligten Hilfsfonds für Flüchtlinge entnommen. Nach Informationen der Hauptabteilung Weltkirche der Diözese Rottenburg-Stuttgart besteht in Deutschland zuwenig Bereitschaft, für die Opfer der Verfolgung durch IS im Irak zu spenden. Es fehle dramatisch an Mitteln, und die Lage in Erbil verschärfe sich durch den Zuzug der Flüchtlinge stetig.

Bischof Gebhard Fürst begrüßte bereits 2008 die ersten chaldäisch-katholischen Flüchtlinge und sicherte ihnen Beheimatung in seiner Diözese zu. Die chaldäisch-katholische Kirche, eine der ältesten der Welt, ist mit der römisch-katholischen vereinigt und pflegt den östlichen Ritus in aramäischer Sprache, der Sprache Jesu. Mit der systematischen Vertreibung der Christen durch IS wird eine 2.000 Jahre alte Glaubenstradition im Irak ausgelöscht. Mittlerweile leben rund 3.000 chaldäische Christen auf dem Gebiet der württembergischen Diözese, mit steigender Tendenz. Kürzlich besuchte der chaldäische Erzbischof von Erbil, Baschar Warda, Bischof Fürst in Rottenburg. Dabei sprachen die beiden Bischöfe über Fragen und Probleme einer angemessenen Beheimatung der christlichen Flüchtlinge aus dem Irak.

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