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Rottenburg/Hohentengen. 31. Dezember 2014. Eindringlich hat Bischof Gebhard Fürst zum Ende des Jahres 2014 zu Hilfsbereitschaft gegenüber Flüchtlingen aufgerufen. Der Frieden in der Welt sei so fragil wie seit Jahrzehnten nicht mehr und Millionen Menschen flüchteten vor Hunger und Todesgefahr, sagte er am Silvesterabend im oberschwäbischen Hohentengen. Auf ihrer Flucht über das Mittelmeer seien 2014 rund 3.400 Menschen gestorben. Die in Deutschland angekommenen Flüchtlinge hätten Schlimmstes erlebt und bräuchten Hilfe.

Der Bischof betonte in der Jahresschlussfeier, Zuströme von Menschen fremder Kulturen erzeugten auch Ängste, die leicht Nährboden für Fremdenfeindlichkeit sein könnten. Solche Sorgen müssten auch Christen ernst nehmen. Allerdings dürften Ängste nicht dazu verleiten, Opfern von Gewalt und Terror Hilfe zu verwehren. „Vorurteile dürfen nicht zum Ventil für Ängste werden“, sagte Bischof Fürst. Eine solche Entwicklung würde vor allem jenen schaden, die besonders Unterstützung brauchen. „Wer im Namen der Tradition des Christentums Fremdenhass zulässt oder schürt, gießt Öl ins Feuer des Fundamentalismus.“

Viele Gemeinden in der Diözese Rottenburg-Stuttgart öffneten ihre Türen für Flüchtlinge und gäben ihnen vielleicht sogar das Gefühl von Beheimatung, dankte ihnen der Bischof. Damit würden sie „zu Orten des Miteinanders in Erinnerung an das Wort Gottes, das Fleisch geworden ist und unter uns gewohnt hat“.

Uwe Renz

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