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Rottenburg / Stuttgart. 5. Februar 2014. Eine gezielte Hilfe für traumatisierte Flüchtlinge im Land ist durch verschiedene Versorgungslücken erschwert. Darauf wies Ordinariatsrätin Irme Stetter-Karp, Leiterin der Hauptabteilung Caritas in der Diözese Rottenburg-Suttgart, am Mittwoch in Stuttgart hin. Gleichzeitig sagte Stetter-Karp zu, dass die Diözese ihrerseits die finanzielle Hilfe für traumatisierte Flüchtlinge verstärken werde: Etwa die Hälfte der im November vom Diözesanrat zur Verfügung gestellten sieben Millionen Euro für Flüchtlingshilfen stehen für Hilfen im Raum der Diözese zur Verfügung. Einer der Schwerpunkte werde dabei die gezielte Unterstützung traumatisierter Flüchtlinge sein.

Stetter-Karp bat sowohl das Land Baden-Württemberg wie auch die Krankenkassen darum, Lücken im System der Flüchtlingshilfen zu schließen und Betroffenen Zugang zu notwendigen Hilfen zu gewähren. Dazu zählten beispielsweise die Regelfinanzierung von therapeutischen Zentren, die Übernahme von Therapiekosten unabhängig vom Aufenthaltsstatus, die Berücksichtigung einer Traumatisierung im Asylverfahren oder die Ermöglichung von Arbeit als therapiebegleitende Maßnahme. 

„Aus der Praxis der Flüchtlingssozialarbeit wissen wir, dass etwa 40 Prozent aller Flüchtlinge traumatisiert sind“, sagte Stetter-Karp. Allein im Stuttgarter psychosozialen Zentrum „refugio stuttgart e.v.“ hätten sich im Jahr 2013 doppelt so viele Betroffene wie im Vorjahr angemeldet.

Der privat getragene Verein „refugio stuttgart e.v.“ wird unter anderem von der Diözese Rottenburg-Stuttgart seit 2009 mit jährlich 10.000 Euro und vom Caritasverband für Stuttgart mit 21.000 Euro im Jahr unterstützt. 

Der Caritasverband für Stuttgart, der seit 1986 ununterbrochen in der Flüchtlingssozialarbeit tätig ist, betreut derzeit etwa 500 Flüchtlinge in der Landeshauptstadt und rechnet bis Jahresende mit einem Anstieg auf 1.000 zu Betreuende.

Innerhalb der Diözese Rottenburg-Stuttgart wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Maßnahmen und Initiativen in Kirchengemeinden und Dekanaten zur Unterstützung von Flüchtlingen ergriffen wie beispielsweise die Gründung von Freundeskreisen für Asylsuchende oder die Bereitstellung kircheneigener Räume und Immobilien.

Manuela Pfann

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