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Rottenburg. 23. September 2015. In einem Hirtenbrief hat Bischof Gebhard Fürst zu Großherzigkeit und Solidarität gegenüber Flüchtlingen aufgerufen. In dem „Hoffnung für die Heimatlosen“ überschriebenen Brief an die Gläubigen, der am Samstagabend und am Sonntag in den Gottesdiensten verlesen werden soll, erinnert der Bischof an den im Matthäusevangelium überlieferten Satz Jesu: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan.“

Bischof Fürst bat zu prüfen, wo weiterer Wohnraum für Flüchtlinge bereitgestellt werden könne. „In der kommenden kalten Jahreszeit wäre es für Flüchtlingsfamilien eine große Hilfe, wenn sie in beheizten Wohnungen leben und nicht mit ihren Kindern in Großzelten oder Hallen ausharren müssten“, schreibt der Bischof. Demnächst würden die Gemeinden einen Erhebungsbogen erhalten um festzustellen, wo vor Ort Wohnraum bestehe. „Ich bin mir sicher, dass Sie alle Anstrengungen unternehmen werden, Ihren Ideenreichtum auch weiterhin auszuschöpfen.“

Er dankt in seinem Brief allen in der Flüchtlingsarbeit engagierten Menschen. Er wisse, dass sein Appell auf ungezählte offene Ohren treffe. Er freue sich über den vielfältigen Einsatz von Kirchengemeinden, Ordensgemeinschaften, Freundes- und Helferkreisen, des Caritasverbandes und anderer Verbände sowie dem Diözesanrat, der für einen eigenen Fonds Flüchtlingshilfe rund 12 Millionen Euro zur Verfügung stellte. All dies sei für ihn, so Bischof Fürst, Zeichen dafür, dass das Vorbild des heiligen Martin, Patron der Diözese Rottenburg-Stuttgart, „als Verpflichtung betrachtet und angenommen wird“.

Er sei sich allerdings auch bewusst, so der Bischof, dass die Ethik des Teilens große Belastungen mit sich bringe, die an die Grenzen der Leistungsfähigkeit führen könne. „Oft legt sich auf unsere Bereitschaft zu helfen auch der Schatten von Hilflosigkeit und Ohnmacht.“ Die Herausforderung durch die vielen Flüchtlinge bezeichnet der Bischof als Bewährungsprobe. Sie berge aber auch eine große Chance, „dass wir wachsen in der Glaubwürdigkeit, reicher werden in der Begegnung mit Menschen aus den Kirchen anderer Kontinente und aus anderen Kulturen, dass wir jünger werden durch die Aufnahme der vielen Kinder, denen wir eine bessere Zukunft eröffnen können“.

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