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Wie schon bei früheren Reisen des Bischofs steht der Besuch bei Bischöfen und Ordensleuten, zu denen die Diözese Rottenburg-Stuttgart und ihre Kirchengemeinden Partnerschaftskontakte unterhält, auf dem Programm; ebenso pastorale und sozial-karitative Projekte, die durch die Diözese gefördert werden. „Indien fasziniert uns durch seinen Aufbruch in die Rolle einer führenden Wirtschaftsmacht“, sagte Bischof Fürst im Vorfeld der Reise. „Wir sehen aber auch die gravierenden sozialen Verwerfungen dieses Prozesses. Der indischen Kirche kommt  bei der humanen Gestaltung dieser Entwicklungen eine wichtige Aufgabe zu, bei der wir sie in traditioneller partnerschaftlicher Verbundenheit gerne unterstützen“, so Bischof Fürst. 

Erste Station der Reise ist Mumbai, das frühere Bombay - größte Wirtschaftsmetropole des Subkontinents und zugleich Ort riesiger Slums mit etwa sechs Millionen Menschen. In Mumbai wird Bischof Fürst Gast des dortigen Erzbischofs und Vorsitzenden der Katholischen Bischofskonferenz von Indien (CCBI), Kardinal Oswald Gracias, sein. Sein Besuch gilt aber auch den Elendsvierteln der Millionenstadt, wo unter anderem Schwestern vom Orden der Salesianerinnen don Boscos mit den Ärmsten der Armen leben und sich für Bildung und Verbesserung der gesundheitlichen und sozialen Situation einsetzen. 

Von Mumbai aus geht die Reise südwärts nach Kerala, dem Bundesstaat mit dem größten Katholikenanteil. Partner der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist dort sowohl die Syro-malankarische Erzdiözese Trivandrum als auch die dortige Erzdiözese des Lateinischen Ritus. Unter anderem werden die Rottenburger Gäste dort die St. Mary’s Higher Secondary School besuchen, mit 20.000 Schülern die größte Schule Asiens. Zur lateinischen Kirchenprovinz von Trivandrum gehört auch die Diözese Neyyattinkara. Die schwäbische Diözese hat für das dortige Bildungszentrum St. Xavier Solartechnik finanziert – ein Beispielprojekt auch für die umliegende Region.  

Rehabilitationsprojekte und Neubausiedlungen im Tsunami-Gebiet an der Südostküste Indiens, gefördert durch die Diözese, bilden mehrere Stationen der Reise, so etwa die Orte Mel-Manakudy und Colachel, wo vor fünf Jahren allein 410 Tote zu beklagen waren.

Einen der Höhepunkte des Programms stellt der Besuch des MITHRADHAM Renewable Energy Center in Alwaye in Kerala dar, wo Bischof Gebhard Fürst vor indischen Bischöfen und zahlreichen internationalen Gästen die Klima-Initiative der Diözese Rottenburg-Stuttgart vorstellen und über Möglichkeiten diskutieren wird, wie die Kirche auf der Grundlage des christlichen Schöpfungsglaubens dem Klimawandel entgegentreten kann. Gemeinsam mit Professor Ernst-Ulrich von Weizsäcker ist Bischof Fürst seit Mitte der 1990er Jahre Patron von MITHRADHAM, das als erstes Schulungszentrum für erneuerbare Energien in Asien heute internationale Beachtung findet. Unter anderem ist es eine Pilotinitiative von IRENA (International Renewable Energy Agency) mit Sitz in Abu Dhabi. Mit an der Universität Stuttgart-Hohenheim entwickelten, von Rottenburg finanzierten und in Indien nachgebauten Solartrockner-Anlagen unterstützt es etwa 1.000 Kleinbauernfamilien bei der Verarbeitung von Gewürzen beim Vertrieb in Deutschland und sichert so deren Lebensunterhalt. Das energetisch vollständig autarke Ausbildungszentrum zählt auch zu den Pilotprojekten der von Bischof Fürst 2007 ins Leben gerufenen diözesanen Klima-Initiative.

Die letzten Etappen der Reise führen wieder nach Norden, so etwa nach Pune (Poona). Dort steht neben Besuchen in Schulen und der Universität des Jesuitenordens auch eine Begegnung mit P. Matthias Altrichter SJ auf dem Programm, der aus Schwäbisch Gmünd  stammt und bereits seit 45 Jahren als Seelsorger und Pädagoge in Pune tätig ist.

Bischof Gebhard Fürst wird auf seiner Indienreise begleitet von Johannes Warmbrunn, dem Sprecher des Diözesanrats, Johannes Bielefeld, dem kommissarischen Leiter der Hauptabteilung Weltkirche, dem Filmautor Peter Wingert-Hill, dem Bischöflichen Sekretär Holger Winterholer und Thomas Broch, dem Pressesprecher der Diözese.

Kurzreportagen und Fotos sowie Video-Kurzfilme können tagesaktuell unter www.drs.de abgerufen werden.

Dr. Thomas Broch

 

 

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