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Am kommenden Samstag und Sonntag, 12. und 13. Mai, wird die Stuttgarter St.-Lideta-le-Mariam- (Mariä Verkündigung-) Gemeinde der Äthiopisch Orthodoxen Tewahedo-Kirche mit festlichen Gottesdiensten in die Kirche einziehen, nachdem sie seit 20 Jahren in zwei evangelischen Stuttgarter Kirchen im Wechsel ihre Sonntagsgottesdienste gefeiert hatte. Dass der Name der Kirche, Mariä Verkündigung, identisch ist mit dem Namen ihrer Gemeinde, ist für die Stuttgarter äthiopisch-orthodoxen Christen nach Aussage eines Gemeindemitglieds, Fikre Staudenmaier, besonders schön.

Die Äthiopisch Orthodoxe Tewahedo-Kirche, die sich nach eigener Darstellung als judenchristliche Kirche versteht, ist seit 1950 eine autokephale, d.h. eigenständige Kirche, nachdem sie zuvor Teil der Koptischen Kirche Ägyptens war. Nach Auskunft des in Köln residierenden Dekans für die deutsche Gemeinde, Erzpriester Merawi Tebege, zählt seine Kirche hierzulande rund 20.000 Mitglieder, davon etwa 3.000 in Baden-Württemberg. Sie gehört einer der weltweit 38 äthiopisch-orthodoxen Diözesen an, deren Bischof in London residiert. Sie ist in Deutschland Mitglied der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK). Die Stuttgarter Gemeinde wird von Priester Yitbarek Gebregziabeher geleitet.

Das Fest zum Einzug des Tabot (Bundeslade) in die Stuttgarter Frauenkopf-Kirche beginnt am Samstag um 17:30 mit der Ankunft und endet nach Abendgebet, Gesang und Vortrag mit einem gemeinsamen Essen. Am Sonntag feiert die Gemeinde um 6 Uhr die „Göttliche Liturgie“; nach einer Prozession um 9 Uhr beginnt um 10:30 Uhr das „Gemeindeeinzugfest“. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart wird bei der Feier durch den Stuttgarter Stadtdekan Prälat Michael Brock vertreten, zu dessen Zuständigkeitsbereich die Frauenkopfkirche gehört.

Die Kirche Mariä Verkündigung auf dem Frauenkopf wurde 1969/70 von dem Stuttgarter Architekten Erwin Lenz erbaut und im November 1970 konsekriert. Ihr architektonisches Konzept setzt die Gemeindetheologie des Zweiten Vatikanischen Konzils um. Dank profilierter Priesterpersönlichkeiten wie Hermann Breucha oder Josef Anselm Graf Adelmann von Adelmannsfelden wurde die Frauenkopfkirche weit über die dortige Kirchengemeinde hinaus zu einem geistlichen und geistigen Anziehungspunkt. Nach dem Tod von Graf Adelmann im Jahr 2003 konnte die Pfarrstelle nicht mehr besetzt werden. Mit dem Einzug der äthiopisch-orthodoxen Gemeinde wird sie in neuer Weise wieder zu einem geistlichen Mittelpunkt.

 

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