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Rottenburg/Stuttgart. 1. Dezember 2017. Auf der Grundlage einer umfangreichen Datenerhebung hat die Diözese Rottenburg-Stuttgart einen Maßnahmenkatalog zur Reduzierung von CO2-Emissionen in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen vorgelegt. Bis 2020 erwarte man dadurch eine CO2-Einsparung von 15 Prozent oder 13.500 Tonnen, sagte der Leiter der Hauptabteilung Kirche und Gesellschaft, Joachim Drumm, am Freitag (1. Dezember) vor Journalisten in Stuttgart. Der damit verbundene Kostenaufwand werde auf knapp zwei Millionen Euro geschätzt.

Langfristiges Ziel der Diözese ist die vollständige Klimaneutralität bis 2050; dies bedeutet eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes gegenüber 2015 um 85 Prozent. Die Bestandsaufnahme der CO2-Emissionen in der Diözese, das Klimaschutzziel sowie ein Maßnahmenkatalog sind in einem Integrierten Klimaschutzkonzept festgeschrieben. Das Konzept wurde zwischen Dezember 2015 und Juni 2017 erarbeitet.

Für Bischof Gebhard Fürst ist das Integrierte Klimaschutzkonzept die konsequente Fortführung seiner im Jahr 2007 begonnenen und auf zehn Jahre angelegten Klima-Initiative. „Klimaschutz müsse in den kommenden Jahren und Jahrzehnten immer stärker zu einer Querschnittsaufgabe für das gesamte kirchliche Leben in der Diözese werden“, sagte der Rottenburger Bischof bei der Vorstellung des Klimaschutzkonzepts. Auch in der Kirche müsse schöpfungsfreundliches Handeln immer selbstverständlicher werden. Dies betreffe den Umgang mit kirchlichen Gebäuden, Bewusstseinsbildung in Pastoral und Bildungsarbeit ebenso wie Konsumverhalten und Mobilität, betonte er. „Wir sind alle, von der Leitung bis zur Basis, von Jesus Christus zur Umkehr aufgerufen“, sagte der Bischof.

Die Ausarbeitung des Klimaschutzkonzepts wurde durch die FEST (Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft) in Heidelberg unterstützt und mit einem Zuschuss des Bundesumweltministeriums gefördert. Ab Januar wird eine diözesane „Steuerungsgruppe Klimaschutzkonzept“ eingerichtet. Sie soll die Umsetzung koordinieren und den Maßnahmenkatalog weiterentwickeln. Insgesamt stehen für bewährte und zusätzliche Maßnahmen diözesanweit 8,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Ermittlung des CO2-Ausstoßes in der Diözese ergab 2015 ein Gesamtvolumen von 90.908 Tonnen. Davon entfielen 79 Prozent auf den Bereich Gebäude, 16 Prozent auf Mobilität und 5 Prozent auf Beschaffung.

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart gibt es rund 5.500 Gebäude in kirchlichem Besitz.

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