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Stuttgart. 14. März 2014. Kirchliche Medienpädagogik steht nach Überzeugung der Bischöfe der beiden großen Kirchen in Württemberg vor enormen Aufgaben. Die digitalen Medien mit ihren immer umfangreicheren technischen Möglichkeiten nehmen in kaum abzuschätzender Weise Einfluss auf das Leben der Menschen, betonten der katholische Rottenburg-Stuttgarter Bischof Dr. Gebhard Fürst und Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July am Mittwochabend an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart bei einer Veranstaltung zum 40-jährigen Bestehen der „Stuttgarter Tage der Medienpädagogik“. Der Abend stand unter dem Motto „Facing the future“. Begründet wurde die Veranstaltungsreihe von dem 2005 verstorbenen Theologen und Medienreferenten der katholischen Akademie, Hermann-Josef Schmitz, das Evangelische Medienhaus der Landeskirche ist Mitveranstalter.

Kirchliche Medienpädagogik habe die Aufgabe, die Menschen im Umgang mit den Medienkanälen fit zu machen, hob Bischof Fürst hervor. Immer wieder neu müsse die Frage nach der „Menschendienlichkeit“ auch der digitalen Medien gestellt werden. Die digitale Revolution erfasse immer mehr Bereiche des individuellen wie gesellschaftlichen Lebens. Der einzelne Mensch stehe dabei in der Gefahr, Opfer von Manipulation durch digitale Algorithmen zu werden. Bischof Fürst wies zudem auf die Folgen von Fake News im Internet hin. Durch die sich im Internet millionenfach automatisch verbreitenden Falschmeldungen entstünden „Gerüchte, Denunziationen und Desinformationen, die das Vertrauen unter den Menschen nachhaltig gefährden und beschädigen“. Christen, so der katholische Bischof, müssten sich auf der Basis ihres Welt- und Gottesbildes den Herausforderungen durch Digitalisierung stellen, entsprechend Medienkompetenz erwerben und sie vermitteln.

Landesbischof July bezeichnete es als Pflicht der Kirche, für die Würde des Menschen einzutreten: „Mit dem christlichen Menschenbild sind Diskriminierung, Mobbing und Respektlosigkeit schlicht nicht vereinbar. Wir treten für einen barmherzigen Umgang miteinander ein. Wir werben für ein ‚Erst denken, dann posten‘.“ Kirchliche Medienpädagogik wolle „über Gefahren aufklären, medienkulturelle Veränderungen diskutieren und medienpädagogische Modelle aufzeigen, die es ermöglichen, dass alle an den Chancen der Mediengesellschaft partizipieren können.“

Hinweis: Gleichlautende Meldung wird auch von der Pressestelle der Evangelischen Kirche in Württemberg verschickt.

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