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So hat jetzt der Finanzausschuss des Diözesanrats die Vergaberichtlinien für einen „Nachhaltigkeitsfonds“ beschlossen, der mit 12,4 Millionen Euro ausgestattet ist. Sechs Millionen Euro aus diesem Fonds können von den Kirchengemeinden der Diözese abgerufen werden, weitere sechs Millionen stehen für Gebäude zur Verfügung, für die das  Bischöfliche Ordinariat die Baulast trägt. Mit diesem Fonds unterstützt die Diözese Rottenburg-Stuttgart Investitionen, die dazu dienen, Energie einzusparen und den Einsatz von Primärenergie nachhaltig zu verringern; zum anderen fördert sie damit die Verwendung regenerativer Energien wie zum Beispiel Sonnenenergie, Biomasse, Wasser und Wind  sowie den Einsatz moderner und hocheffizienter Technologien wie etwa die Kraft-Wärme-Kopplung. Ausdrückliche Zielsetzung ist es dabei, die gesetzlichen Vorgaben nach Möglichkeit deutlich zu unter- bzw. zu überschreiten. Die einzelnen Investitionsmaßnahmen sind in eine Gesamtentwicklungsstrategie für den Gebäudebestand der Diözese und der Kirchengemeinden eingebettet. Knapp eine halbe Million Euro wird
zusätzlich zu dieser Investitionsförderung in Maßnahmen investiert, die in den Kirchengemeinden umweltgerechtes Bewusstsein und Verhalten fördern.

Mit diesem „Nachhaltigkeitsfonds“ schafft die Diözese Rottenburg-Stuttgart bereits zum zweiten Mal einen wirtschaftlichen Anreiz zur Investition in klimaschonende und energieeffiziente Baumaßnahmen. Bereits 2007, mit Beginn der Klima-Initiative, hat sie einen „Solar-Fonds“ in Höhe von zehn Millionen Euro aufgelegt, aus dem die Kirchengemeinden zinsgünstige Darlehen abrufen können.

Zu den Maßnahmen im Rahmen der Klima-Initiative der Diözese Rottenburg-Stuttgart gehört auch ein von Bischof Gebhard Fürst gestifteter „Franziskuspreis“, der mit 10.000 Euro dotiert und alle zwei Jahre an besonders vorbildliche nachhaltige Projekte und Initiativen in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen vergeben wird. Tanja Gönner, die Umweltministerin des Landes Baden-Württemberg, hat die Schirmherrschaft über den „Franziskuspreis“ übernommen. Im März wird der „Franziskuspreis“ erstmals ausgeschrieben. Die Preisverleihung durch Bischof Fürst und Ministerin Gönner findet am 2. Oktober 2008 in Stuttgart statt, zwei Tage vor dem Fest des populären heiligen Franz von Assisi.

Umweltbewusstsein als Ausdruck der Verantwortung der Christen für die Schöpfung gehört zum theologischen und pastoralen Grundkonzept der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Zu den „Pastoralen Prioritäten“ der Diözese, die Bischof Gebhard Fürst im Dezember 2003 nach intensiven Beratungen im Diözesanrat in Kraft gesetzt hatte, gehört ausdrücklich der Schwerpunkt „Zum Wohl der Schöpfung handeln: Nachhaltiges Handeln im persönlichen Lebensbereich sowie in Kirche und Gesellschaft stärken“. Und im November 2007 hat der Diözesanrat die Klima-Initiative als eines der strategischen Ziele für die Arbeit der nächsten Jahre beschlossen. Bischof Gebhard Fürst persönlich ist – gefolgt von zahlreichen Kirchengemeinden, kirchlichen Einrichtungen und Mitarbeiterinitiativen – mit gutem Beispiel voran gegangen: Vom Dach des Rottenburger Bischofshauses speist seit dem Jahr 2001 eine Photovoltaikanlage Sonnenstrom ins Netz. Die Erträge aus dieser Anlage werden jetzt in eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der benachbarten Stiftung Freie Katholische Schule investiert, die ihrerseits aus den Erträgen einen Umweltpreis für die über 80 katholischen Schulen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart stiften wird.

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