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Rottenburg/Bad Waldsee. 14. Mai 2018. Unter dem Leitwort „Ihr alle habt Anteil an der Gnade“ (Phil 1,7) wird Bischof Gebhard Fürst am Samstagvormittag (19. Mai, 10:00 Uhr) in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Bad Waldsee-Reute vier Männer durch Handauflegung und Gebet zu Diakonen weihen. Nach ihrer Weihe werden die vier Männer als Diakone im Zivilberuf in ihren Heimatgemeinden arbeiten. Geweiht werden:

Thomas Bieg (50) wurde in Abtsgmünd im Ostalbkreis geboren, ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Abtsgmünd. Er erlernte den Mechanikerberuf, bildete sich weiter zum Industriemeister (Metall) und arbeitet heute in der Drehteilefertigung eines Industriebetriebes. Er war lange im Kirchengemeinderat sowie in liturgischen Diensten als Lektor, Kommunionhelfer, Leiter von Wort-Gottes-Feiern und  als Aushilfsmesner tätig. Prägend für ihn war sein Zivildienst in den sozialen Diensten des DRK, in der Altenpflege und im Behindertenfahrdienst. In der Kirchengemeinde St. Bonifatius in Aalen-Hofherrnweiler wird Bieg schwerpunktmäßig in der Caritas-Arbeit und in der Seniorenpastoral arbeiten.

Michael Görg (48) wurde in Siegen geboren, ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Grafenau bei Böblingen. Nach einem Ingenieursstudium arbeitete er als IT-Ingenieur in Siegen und in Böblingen. In den vergangenen Jahren arbeitete er als Prozess-Ingenieur und engagierte sich im Betriebsrat. In seiner Heimatgemeinde St. Leonhard in Dätzingen war er als Lektor, Kommunionhelfer, im Kirchengemeinderat und als Leiter von Wort-Gottes-Feiern tätig. In der Kirchengemeinde St. Bonifatius in Böblingen wird sich Görg schwerpunktmäßig in der Caritas-Arbeit und in der Begleitung von Menschen in der Arbeitswelt einsetzen.

George Elliott Robertson (50) wurde in Mobile/Alabama (USA) geboren, ist verheiratet, hat einen Sohn und lebt in Herrenberg. Vor 27 Jahren wurde er als Offizier der US-Armee in Deutschland stationiert. Seit 2007 arbeitet er als Einkaufsleiter bei der Firma Robert Bosch. Seit mehreren Jahren ist er als Lektor, Kommunionhelfer und im Liturgieausschuss tätig. Robertson ist außerdem bei einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung ehrenamtlich aktiv. In der Kirchengemeinde St. Stephanus in Ammerbuch-Poltringen wird er sich schwerpunktmäßig in der Caritas-Arbeit und für behinderte Menschen engagieren. Auch in seinem beruflichen Umfeld will Robertson diakonisch wirken.

Ralf Weitzenberg (47) wurde in Reutlingen geboren, ist verheiratet und lebt zusammen mit seiner Frau und drei Kindern in Tübingen-Hirschau. Nach dem Studium der Elektrotechnik und der Betriebswirtschaftslehre begann er seine berufliche Laufbahn bei den Stadtwerken in Tübingen als Vertriebsmitarbeiter. Heute arbeitet er für die Firma Bizerba als Vertriebstrainer, Moderator und Coach. Zusätzlich leitet er seit vielen Jahren Meditationskurse bei seinem Arbeitgeber. Nebenberuflich ist er Leiter von Wort-Gottes-Feiern und bietet Exerzitien an. In der Kirchengemeinde St. Ägidius in Hirschau wird sich Weitzenberg schwerpunktmäßig in der Seelsorge für Kranke und benachteiligte Menschen sowie mit kontemplativen Angeboten für Männer in schwierigen Lebensphasen engagieren.

Der Leiter der Ausbildung von Ständigen Diakonen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Erik Thouet, weist im Vorfeld der Diakonenweihe auf die Einführung des Ständigen Diakonats vor 50 Jahren in der württembergischen Diözese hin.

Thouet schreibt: „Über Jahrhunderte galt der Diakonat nur als Durchgangsstufe zum Priesteramt. Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) erneuerte die katholische Kirche dieses Amt. Der Diakonat wird als „eigene und beständige Stufe der Hierarchie wiederhergestellt werden können“, neben dem Bischof und den Priestern, so heißt es im entsprechenden Konzilsdokument von 1964, „Lumen gentium“. Heute sind es verheiratete und unverheiratete Männer, die dieses eigenständige Amt ausüben. Diakone gehen mit den Menschen durch den Staub der Bedrängnis, sie sind Repräsentanten einer „dienenden Kirche“. Diakon bleibt man immer. Das Bekenntnis zu Gott in dieser radikalen Form kann selbst kirchenferne Menschen zum Staunen bringen“, so Diakon Thouet.

Der Ständige Diakonat kann haupt- oder nebenberuflich ausgeübt werden.
In Köln wurden im April 1968 weltweit die ersten Ständigen Diakone geweiht, schon am 3. November des Jahres folgte Rottenburg-Stuttgart mit der Weihe von neun verheirateten Männern im Kloster Reute. Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland rund 3.300 Ständige Diakone, im Jahr 2000 waren es rund 2.400. Weltweit arbeiten derzeit rund 47.000 Ständige Diakone in 130 Ländern; in der Diözese Rottenburg-Stuttgart sind es rund 300.


Hinweise:
Ein Dokumentarfilm „Die durch den Staub gehen“ (45 min.) wird im SWR-Fernsehen am 21. Mai um 10:35 Uhr ausgestrahlt. In dem Film geht es unter anderem um die Frage, wann, wie und mit welcher Intention der Diakonat entstanden ist und wo er heute steht. Der Film stellt Männer vor, die als Diakone arbeiten oder die sich auf die Weihe vorbereiten.

Ein filmisches Kurzporträt über George Elliott Robertson ist ab Freitag (18. Mai) auf www.drs.de zu sehen.

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