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Er stellte am Freitag in Stuttgart die „Klima-Initiative“ der Diözese den Medien vor. Aus dem Schöpfungsglauben der Bibel ergebe sich für die Christen und die Kirche eine besondere Verpflichtung zu einem sorgsamen und vorausschauenden Umgang mit dem „Wunder der Natur, der Schöpfung, des Lebens“, sagte der Bischof. Biblischer Schöpfungsglaube bedeute Dank und Verantwortung gegenüber Gott. Der Mensch sei nicht „Besitzer und Shareholder, sondern Treuhänder der Schöpfung“, betonte Bischof Fürst.

Vor der Pressekonferenz hatte der Rottenburger Bischof auf dem Dach des Bischof-Leiprecht-Hauses, eines Bürogebäudes der Diözese in Stuttgart-Degerloch, eine Photovoltaik-Anlage eingeweiht, die von einer Mitarbeiter-GbR finanziert und realisiert worden war und an der auch der Bischof Anteile erworben hatte. „Nicht die erste und sicher auch nicht letzte Anlage dieser Art in der Diözese“, betonte der Bischof. Er  bezeichnete diese Initiative als Signal und Ermutigung für die Diözese insgesamt, sich in der Solartechnik sowie in der Nutzung von schadstoffarmen Energietechniken und erneuerbaren Energie zu engagieren. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart fördert derartige Investitionen künftig mit einem Fonds für zinsvergünstigte Darlehen in Höhe von 10 Millionen Euro.

Die Solartechnik, so Bischof Fürst, sei eine wichtige Säule im Gesamtkonzept der Klima-Initiative, müsse aber im Rahmen einer integrierten Strategie gesehen werden, deren zweite Säule die so genannte „ökologische Bestandsentwicklung“ im vorhandenen Gebäudebestand der Diözese sei und zu der drittens als wesentliches Element die Verhaltensmotivation der Mitarbeitenden sowie ein „Nachhaltigkeitsmanagement“ mit abschließender Zertifizierung in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen gehöre. Als Ansporn für umweltgerechtes Handeln lobt Bischof Gebhard Fürst künftig einen alle zwei Jahre zu vergebenden Nachhaltigkeitspreis für ökologisch besonders beispielhafte Projekte und Initiativen aus, der mit jeweils 10.000 Euro dotiert ist und 2008 erstmals verliehen wird. Die „ökologische Bestandsentwicklung“, die bereits seit mehreren Jahren umgesetzt wird, sieht vor, in den nächsten fünf Jahren eine vollständige Analyse des Energieverbrauchs sowie des Energiebedarfs der rund 5.000 Gebäude im Besitz der Diözese zu erstellen und auf dieser Grundlage alle weiteren baulichen Investitionen zu planen und umzusetzen. Dazu gehört auch die Prüfung von Haus- und Kirchendächern auf ihre Eignung für Photovoltaik-Anlagen hin. Auch mit der Stiftung Freie Katholische Schule ist die Diözese im Gespräch. Das Ziel: die Nutzung der zahlreichen Schulgebäude für solartechnische Anlagen. Und auch in den katholischen Schulen soll künftig durch einen Nachhaltigkeitspreis die Bewahrung der Schöpfung als pädagogisches Anliegen unterstützt werden.

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