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Stuttgart/Aachen 1. Oktober 2017. Mit einem Aufruf zur „Parteinahme für die Benachteiligten und Entwürdigten“ hat Bischof Gebhard Fürst heute (1. Oktober) in der Stuttgarter Konkathedrale St. Eberhard bundesweit die Kampagne zum Monat der Weltmission eröffnet. Sie endet am 22. Oktober mit der Kollekte zum Weltmissionssonntag in über 100 Ländern für die Arbeit der 1.100 ärmsten Bistümer in Afrika, Asien und Ozeanien. Die größte katholische Solidaritätsaktion weltweit wird in Deutschland von den katholischen Hilfswerken missio Aachen und missio München organisiert.

Beispielland 2017 ist Burkina Faso

Burkina Faso ist das Beispielland 2017. Es ist eines der ärmsten Länder der Welt, das besonders unter dem Klimawandel leidet. „Mit Bildungsinitiativen, Schutzzentren, Selbsthilfeprojekten und besonderen seelsorgerischen Angeboten hilft die Kirche in Burkina Faso vor allem den Bedürftigsten, dass sie menschenwürdig leben können“, erklärte Bischof Fürst. Die Kirche in dem westafrikanischen Land fülle das biblische Leitwort der Kampagne „Du führst mich hinaus ins Weite“ mit Leben. Die Kirche stehe für „Rettung und Befreiung“ der Menschen.

Bischof Fürst wies gleichzeitig auf die globalen Auswirkungen des Lebensstils in Deutschland hin und appellierte an die Verantwortung für die Zukunft des Lebens und das Überleben der Menschen im gemeinsamen Haus „Erde“. „Wenn wir dazu beitragen, dass andere das zum Leben Ausreichende haben, dann ist dies der beste Nährboden für Frieden und Gerechtigkeit“, ergänzte der Rottenburger Bischof.

missio ruft zur Solidarität mit Frauen in Afrika auf

„Mit unserer Kampagne rufen wir am Beispiel von Burkina Faso mit allem Nachdruck zur Solidarität mit den Frauen in Afrika auf", sagte Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen. Dies sei einer der Schwerpunkte des Weltmissionssonntages. „Sie tragen die Hauptlast des Alltags und erleben Diskriminierung und Gewalt. Gleichzeitig sind es starke Ordensfrauen, die an ihrer Seite stehen. Sie möchten wir in diesem Jahr besonders unterstützen“, so Prälat Krämer weiter. missio-Partnerinnen kümmern sich in Burkina Faso beispielsweise um Frauen, die vor einer Zwangsverheiratung geflohen sind oder als sogenannte „Hexen“ verfolgt wurden.

Den Eröffnungsgottesdienst in Stuttgart feierten auch Erzbischof Paul Yemboaro Ouédraogo, Vorsitzender der Bischofskonferenz von Burkina Faso und Niger, und mehrere Gäste der Kirche aus dem westafrikanischen Land mit. Die elf Laien, Ordensschwestern, Priester und Bischöfe berichten bis zum 22. Oktober auf rund 250 Veranstaltungen in ganz Deutschland über ihre Arbeit.

Kollekten-Ergebnisse Weltmissionssonntag 2016

Die Kollekte zum Weltmissionssonntag in rund 100 Ländern erbringt jährlich weltweit zwischen 85 und 90 Millionen Euro für die Arbeit der ärmsten rund 1.100 Diözesen. Die Kollekte von missio Aachen betrug 2016 rund 3,97 Millionen, das Ergebnis des Bistums Rottenburg-Stuttgart rund 375.500 Euro.

Hinweise
Bilder vom Eröffnungsgottesdienst stehen am 1.Oktober ab ca. 16.30 Uhr zum download unter: www.missio-hilft.de/pm01102017
Eine gleichlautende Pressemeldung wird heute auch von der missio-Pressestelle in Aachen versendet. Doppelungen bitten wir zu entschuldigen.

Zum Hintergrund

Projektzusammenarbeit missio mit der Ortskirche in Burkina Faso in Kürze

  • Projektzusammenarbeit missio 2016: 37 Projekte mit einer Fördersumme von rund 1,76 Millionen Euro. (Ausbildung: 11 Projekte /441.600 Euro; Pastoral: 17 Projekte/1,232 Millionen Euro; Unterhalt: 9 Projekte/86.300 Euro)

Monat und Sonntag der Weltmission in Kürze

  • Der Monat und Sonntag der Weltmission ist die weltweit größte katholische Solidaritätsaktion jeweils im Oktober eines Jahres. Fast die Hälfte der weltweit rund 2.500 Diözesen der katholischen Kirche liegt in Ländern, die zu den ärmsten der Welt zählen. Sie können ihre Arbeit nicht aus eigener Kraft leisten. Davon betroffen sind vor allem Diözesen in Afrika, Asien und Ozeanien.
  • Deshalb halten Päpstliche Missionswerke seit 1926 in rund 100 Ländern für diese ärmsten Diözesen am Weltmissionssonntag eine Kollekte.
  • Dank dieser Kollekte können die bedürftigsten Diözesen ihre Seelsorge, soziale und interreligiöse Arbeit, Infrastruktur sowie die Ausbildung von Laien, Priestern und Ordensleuten finanzieren.

Partnerland Burkina Faso in Kürze

  • Burkina Faso ist ein westafrikanisches Land, in dem rund 60 Ethnien leben. Es hat 18,1 Millionen Einwohner. Hauptstadt ist Ouagadougou mit etwa 1,475 Millionen Einwohner. Das Land ist seit 1991 eine Präsidialrepublik.
  • In Burkina Faso leben 60,5 Prozent Muslime, 23,2 Prozent Christen (19 Prozent Katholiken und 4,2 Prozent Protestanten), 15,3 Prozent Anhänger traditioneller afrikanischer Religionen sowie weitere Angehörige anderer Religionen. In Burkina Faso herrscht traditionell eine wechselseitige religiöse Toleranz, in Familien leben Angehörige unterschiedlicher Religionen zusammen.
  • Die katholische Kirche in Burkina Faso hat 15 Diözesen, 180 Pfarreien und rund 740 Missionsstationen. Betreut wird die katholische Kirche von rund 820 Diözesanpriestern, 185 Ordenspriestern, 320 Ordensbrüdern, 1.500 Ordensschwestern und rund 7.500 Katecheten.

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