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Die durch das Stuttgarterbüro Günter Hermann Architekten durchgeführte und durch die Krefelder Gesellschaft für bauphysikalische Objektplanung begleitete  Sanierung in Ulm-Böfingen ist für die Diözese Rottenburg-Stuttgart von richtungsweisender Bedeutung und stellt im Rahmen der so genannten „Ökologischen Bestandsentwicklung“ der Diözese ein Pilotprojekt dar. Über 90 Prozent aller Baumaßnahmen der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit einer jährlichen Investitionssumme von rund 40 Millionen Euro erfolgen an den etwa 5.000  Objekten des vorhandenen Gebäudebestands. Um angesichts der dramatischen Klimaveränderungen für die gesamte Diözese eine nachhaltig wirksame Strategie res-sourcenschonender und energiesparender Baumaßnahmen entwickeln zu können, wollte des Bischöfliche Bauamt der Diözese von vorneherein die Weichen richtig stellen. Bei dem in Ulm-Böfingen  anstehenden Sanierungsvorhaben fand die Diözese in der Kirchen-gemeinde sowie bei der Solarstiftung und den Stadtwerken Ulm engagierte Partner. Das Ulmer Projekt ist inzwischen für die konzeptionellen Entwicklungen im Bischöflichen Bau-amt modellbildend geworden; die daraus gewonnenen Erkenntnisse konnten bereits bei vielen anderen Sanierungsmaßnahmen in der Diözese genutzt werden. Es wurde am 5. Mai 2006 im Rahmen der „Auszeichnung guten Bauens in der Diözese Rottenburg-Stuttgart 1990-2006“ mit dem Sonderpreis „Ökologische Bestandsentwicklung des Ge-meindezentrums Guter Hirte“ ausgezeichnet; im Oktober 2008 erhielt es den „Franziskus-Preis“ der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Die „ökologische Bestandsentwicklung“ ist ein zentraler, viele andere Maßnahmen integ-rierender Bereich der „Klima-Initiative“ der Diözese Rottenburg-Stuttgart, die Bischof Geb-hard Fürst im Juli 2007 der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Sie enthält besonders den Auf-bau eines „Standortentwicklungsystems“ (SES), in dessen Rahmen für alle Immobilien der Diözese ein Gebäudepass erstellt wird und das die Grundlage für alle weiteren Planungen wie künftige Nutzung, Sanierungen, Installation von solartechnischen Anlagen oder ande-ren klimaeffizienten Technologien, Umbau, Neubau oder gegebenenfalls auch Verkauf oder Abriss darstellt. Die im SES erhobenen Daten ermöglichen es auch, Mitarbeitende vor Ort in den Fortbildungsmaßnahmen der „Aktion Sparflamme“ und in Kursen für Um-weltmanagement gezielt zu schulen.
 
Nach inzwischen fast zweijähriger Laufzeit der „Klima-Initiative“ soll vor der Sommerpause 2009 ein erster Zwischenbericht vorgestellt werden.

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