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Rottenburg/Stuttgart. 5. April 2017. Mit einer Projektzusage von 500.000 Euro zur Unterstützung syrischer Binnenflüchtlinge in Damaskus und Umgebung hat  die Diözese Rottenburg-Stuttgart jetzt die 8-Millionen-Marke bei ihrer weltweiten Flüchtlingshilfe seit 2014 überschritten. Insgesamt 66 Projekte in 23 verschiedenen Ländern wurden seither unterstützt. Der von der Diözese dazu eingerichtete Flüchtlingshilfefonds hat ein Volumen von rund 16,4 Millionen Euro. 

Durch jahrzehntelange Kontakte in alle Kontinente hat die Hauptabteilung Weltkirche der Diözese ein großes Netzwerk zu Partnern und Organisationen vor Ort aufgebaut. Gemeinsam mit diesen prüfen neun Fachreferenten in Rottenburg Projektanfragen, begleiten die Durchführung und Abrechnung sowie eine abschließende Bewertung. Durch diese Begleitung und Expertise wird eine effektive Verwendung der Mittel sichergestellt. Ein großer Teil der Projekte wird über Caritas international in Freiburg, das Hilfswerk der deutschen Katholischen Kirche für Not- und Katastrophenhilfe weltweit, abgewickelt.

Das aktuell geförderte Nothilfeprogramm für syrische Binnenflüchtlinge unterstützt bis August 2018 knapp 4.500 Familien mit Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln, Haushaltswaren, Kleidung, Mietbeihilfen und medizinischer Versorgung. Rund 800 Personen erhalten Weiterbildung, beispielsweise eine Handwerksausbildung, Sprachkurse oder eine Fortsetzung ihrer Schulbildung.  Koordinator dieses Programms ist der Projektpartner der Diözese, Caritas International in Freiburg, um die Durchführung vor Ort kümmert sich eine Ordensgemeinschaft.

Den Angaben von Caritas International zufolge sind in Syrien derzeit 13,5 Millionen Menschen auf humanitäre Unterstützung und mehr als 11 Millionen auf medizinische Versorgung angewiesen. 6,1 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes vertrieben, davon leben 1,7 Millionen in prekären Unterkünften wie Rohbauten oder Zelten. 2,1 Millionen Kinder gehen nicht zur Schule; nahezu die Hälfte aller Kinder hat bereits drei Schuljahre verpasst, bei weiteren 1,2 Millionen droht der Schulabbruch.

In Syrien unterstützt die Diözese Rottenburg-Stuttgart seit 2012 zehn Projekte mit bisher  rund 1,4 Millionen Euro.


Hinweise
Im Flüchtlingshilfefonds der Diözese wurden, über die regulären Haushaltsmittel hinaus, seit November 2013 knapp 35 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Mittel werden je hälftig für die Flüchtlingsarbeit in der Diözese sowie für die Arbeit in den Herkunftsländern der Flüchtlinge verwendet; außerdem für Baumaßnahmen, um Flüchtlinge in kirchlichen Gebäuden unterzubringen.

Zur Information vorab: Am 30. Juni und 1. Juli begeht die Diözese das 50-jährige Bestehen ihrer Hauptabteilung Weltkirche mit internationalen Gästen in Rottenburg.

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