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Bischof Gebhard Fürst überreichte die Auszeichnungen beim traditionellen Aschermittwoch der Künstler in Stuttgart. Der 1997, 2003 und 2011 ausgelobte Kunstpreis sei Ausdruck der Wertschätzung der Kunst durch die Kirche, betonte der Bischof. Der auf Initiative des Kunstvereins der Diözese eingerichtete Wettbewerb hatte 2011 das Thema „Macht“ und war mit 12.500 Euro dotiert.

Den mit 5.000 Euro ausgestatteten ersten Rang des Kunstpreises, um den sich 71 Künstler beworben hatten, erhielt der aus dem Allgäu stammende und in Stuttgart arbeitende Bildhauer Alf Setzer für seine Video-Arbeit „Macht unfehlbar“. Sein Studium absolvierte er an der Braunschweiger Hochschule für Bildende Künste. Seit 1993 arbeitet er an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart als Lehrer für Bildhauerei.

Einen mit 2.500. Euro dotierten zweiten Preis erhielt die Tübinger Malerin Birgit Dehn für eine fünfteilige Acrylmalerei mit dem Titel „Ich will doch nur dein Bestes“. Die aus Bad Dürkheim stammende freischaffende Künstlerin lebt und arbeitet heute in Tübingen. Einen ebenfalls mit 2.500 Euro dotierten weiteren zweiten Preis erhält die Bayreuther Fotografin und Digitalkünstlerin Marie-Kathrin Saalfrank für eine als digitale Malerei bezeichnete Fotoarbeit mit dem Titel „Genoveva“. Saalfrank ist in Berlin geboren und lebt heute in Bayreuth. Seit 2007 studiert sie an der Nürnberger Akademie der Bildenden Künste Malerei und Kunsterziehung. Einen weiteren mit 2.500 Euro dotierten zweiten Preis übergab Bischof Fürst der Kirchheimer Objektkünstlerin Judith Wenzelmann für eine Skulptur „Höhenunterschied“. Die Hamburgerin Wenzelmann lebt und arbeitet nach Studienjahren in Göppingen und Nürtingen in Kirchheim/Teck.

Der Vorsitzende des Kunstvereins der Diözese, Michael Kessler, betonte bei der Feier, das Thema Macht liege in der Luft. Nichts sei in den vergangenen Jahren so in Frage gestellt worden wie der Wahn der Machbarkeit. „Die Menschen haben zunehmend den Glauben daran verloren.“ Die Bandbreite der Aspekte des Scheiterns von Machtgebrauch reiche vom Umgang mit dem Leben bis zu den jüngsten Finanz- und Staatskrisen. In der Erkenntnis, dass nicht alles machbar sei, könne Gottvertrauen zum Ausdruck kommen. Macht sei nicht zwingend etwas Schlechtes. So bedeute etwa für die Kirche das Reden von der Macht des Wortes, das Wort Gottes und die frohe Botschaft des Evangeliums in die Ohnmacht der Menschen hinein zu verkünden. - Nach der Preisübergabe hielt Professor Wolfgang Ullrich von der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe den Festvortrag über das Thema „Kunst als Glaubenssache?“

Hinweis: Am 1. Juli um 16 Uhr wird eine Ausstellung der Arbeiten zum 3. Kunstpreis der Diözese unter dem Titel „machtmachtmacht“ im Diözesanmuseum Rottenburg eröffnet. Sie wird bis 5. August dort zu sehen sein.

Uwe Renz

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