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Rottenburg. 9. Oktober 2014. Zu einer Pastoralreise in eines der ärmsten Länder der Welt bricht Bischof Gebhard Fürst auf. Von Montag an hält er sich zwölf Tage in Äthiopien auf und besucht dort die drei äthiopisch-katholischen Diözesen sowie vier apostolische Vikariate. Er informiert sich unter anderem über deren diakonisches Engagement. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart fördert seit 1973 Projekte in Äthiopien, zu dem damals noch der heutige Staat Eritrea gehörte. Zur Förderung gehört die Initiative PRIM (Priester helfen einander in der Mission). Dafür verzichten Priester der württembergischen Diözese auf einen Teil ihres Gehalts. 

Allein im vergangenen Jahr kamen über 290.000 Euro PRIM-Spenden zusammen, die für Priester in Äthiopien, Eritrea sowie in Süd- und Nordsudan bestimmt sind. Diözesanpriester in Äthiopien und Eritrea erhalten so jährlich 500 Euro, ihre Mitbrüder im Sudan 750 Euro. Zusätzlich förderte die Diözese Rottenburg-Stuttgart seit 1973 Projekte in Äthiopien mit insgesamt 8,5 Millionen Euro. Obwohl die katholische Kirche eine absolute Minderheit in dem afrikanischen Land darstellt, so ist sie doch der nach dem Staat die zweitgrößte Anbieterin von Bildung und sozialen Leistungen. Für die Arbeit der "Priest's Association of Our Lady" mit 350 Mitgliedern übergab die Stuttgarter Direktion der Liga-Bank Bischof Fürst 3.000 Euro. Der Betrag ist bestimmt für die Weiterbildung von Priestern auf Diözesan- und Nationalebene.

Äthiopien hat eine christliche Tradition, die bis ins 4. Jahrhundert zurückreicht. Die katholischen Christen in Äthiopien befinden sich in der Minderheit, mit rund 44 Prozent stellen die äthiopisch-orthodoxen Christen die Mehrheit in dem von Missernten, Dürre und Hunger gezeichneten Land. Die Katholiken machen ein knappes Prozent aus. Etwa 19 Prozent der Bevölkerung sind protestantische Christen, 34 Prozent nach unsicheren Schätzungen Muslime.

In der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba trifft Bischof Fürst unter anderem Priester, die PRIM-Hilfe erhalten, sowie Vertreter der äthiopisch-katholischen Kirchenleitung. Vor der Nationalkonferenz der Ordensoberen hält er einen Vortrag zum Thema „Diakonische Kirche“. In Adigrad im Norden des Landes trifft der vom Leiter der Hauptabteilung Weltkirche, Detlef Stäps, und von Priesterratssprecher Herbert Schmucker begleitete Rottenburger Bischof seinen Amtsbruder Tesfaselassie Medhin. Der Bischof von Adigrad vermittelte im Bürgerkrieg im Südsudan.

Im Vikariat Nekemte besucht die Delegation die Niederlassung der Vinzentinerinnen von Untermarchtal. Diese Niederlassung wurde gegründet von der aus Neckarsulm stammenden Vinzentinerin und Ärztin Gabriele Winter. Sie starb vor zwei Jahren in Tansania bei einem Verkehrsunfall. In der Diözese Emdibir steht ein Besuch des Attat-Hospitals auf dem Programm. Es wird von der Stuttgarter Kirchengemeinde St. Fidelis und vom Stuttgarter Stadtdekanat unterstützt.

Uwe Renz

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