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Diözesanmuseum: Schwäbische Christkindfiguren aus fünf Jahrhunderten

03.12.2016, 14:00

In Süddeutschland, Österreich und Italien waren Christkindfiguren und besonders Fatschenkinder bis ins 20. Jahrhundert ein äußerst populärer Bestandteil des Weihnachstfestes. Der Begriff Fatschenkind leitet sich von den Tüchern – lateinisch „fascia“ – ab, in die man Säuglinge wickelte. Bereits im Spätmittelalter waren Fatschenkinder verbreitet. So bekamen etwa Novizinnen bei der Aufnahme ins Kloster eine gewickelte, puppenartige Jesusfigur geschenkt. Ab dem 16. Jahrhundert bettete man diese „Himmels-“ oder „Christ-Kinder“ zur Weihnacht in Krippen, die in Kirchen aufgestellt waren. Vor ihnen sangen Kinder und das Jesulein wurde von Arm zu Arm durch die Gemeinde gereicht.

Die Kindlein sind vollständig oder teilweise aus Holz, Wachs, Ton, Pappmaché, Stroh, Haar und Glas gefertigt. Präsentiert wurden sie auf Kissen, in Schächtelchen, Krippen und Glaskästen. Nicht selten waren die Figuren aus kostbaren Textilien, sogenannter „Schöner Arbeit“ gefertigt, die vor allem in den Nonnenklöstern aufwendig bestickt und verziert wurden.

Fatschenkinder wollen das Geschehen der Menschwerdung Gottes vor allem für die Herzen fühlbar machen. In ihrer kostbaren Fertigung sind sie ein Zeichen der Liebe und der frommen Zärtlichkeit, mit welcher das Jesuskind von den Menschen empfangen wird, um als ein göttliches Licht in ihre Herzen einzugehen.

Öffnungszeiten
Di.–Fr. 14–17 Uhr
Sa. 10–13, 14–17 Uhr
So. + Feiertag 11–17 Uhr
(Mo geschlossen)

Schließtage
Heiligabend (24.12.2016)
1. Weihnachtsfeiertag (25.12.2016)
Silvester (31.12.2016)
Neujahr (01.01.2017)

Geöffnette Feiertage
2. Weihnachtsfeiertag (26.12.2016)
Epiphanias/Hl. Drei Könige (06.01.2017)

Veranstaltungsort
Diözesanmuseum Rottenburg
Karmeliterstraße 9
72108 Rottenburg

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