Mit einem Betrag von 2.722.441 Euro haben Spenderinnen und Spender aus dem Gebiet der Diözese Rottenburg-Stuttgart im vergangenen Jahr die Arbeit von Caritas international unterstützt. „Die meisten Spenden gingen für die Nothilfe nach dem Erdbeben in Myanmar und Thailand, für die Nothilfe in Gaza und für die Nothilfe in der Ukraine ein, teilt das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbands anlässlich der Veröffentlichung seines Jahresberichts 2025 mit.
Vorbild des Teilens
„Der heilige Martin ist ein Vorbild des Teilens und Patron der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Dies zeigt sich nicht nur in der langjährigen Zusammenarbeit mit Caritas international in der weltkirchlichen Flüchtlingshilfe, sondern vor allem in der großzügigen Hilfsbereitschaft der Gläubigen. Es gibt viele Martinas und Martins in unserer Diözese, und das ist ein starkes Zeugnis der Solidarität", sagt Dr. Wolf-Gero Reichert, geschäftsführender Referent in der Hauptabteilung „Weltkirche“ des Bischöflichen Ordinariats in Rottenburg, mit Blick auf das Spendenergebnis.
Beeindruckende Solidarität
Caritas international verweist in seiner Mitteilung darauf, dass die Zahl der Menschen in humanitärer Not weltweit steigt, während sich Deutschland zunehmend aus seiner internationalen Verantwortung zurückzieht. „Trotz einer anhaltend hohen privaten Spendenbereitschaft musste das Hilfswerk seine Unterstützung für 436.000 Menschen einstellen, weil staatliche Fördermittel deutlich zurückgegangen sind“, teilt das Hilfswerk mit und hält weiter fest, dass Caritas international im vergangenen Jahr 39,9 Millionen Euro an privaten Spenden anvertraut wurden. „Damit blieb das Ergebnis trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage nahezu stabil. Im Vorjahr waren es 40,1 Millionen Euro.“ Deutlich gesunken seien hingegen die Mittel des Auswärtigen Amts und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für die Hilfen von Caritas international: von 50,5 Millionen Euro auf 39,8 Millionen Euro. „Unser Jahresbericht zeigt zwei sehr unterschiedlichen Entwicklungen“, wird Oliver Müller, Leiter von Caritas international, in der Mitteilung zitiert. Und weiter stellt Müller darin fest: „Auf der einen Seite erleben wir eine beeindruckende Solidarität der Menschen in Deutschland. Auf der anderen Seite kürzt der Staat seine Unterstützung ausgerechnet in einer Zeit, in der humanitäre Hilfe dringlicher und gefährlicher wird.“